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Gemeinderat I

07.06.2019

Todtenweis erhöht die Kita-Gebühren

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Todtenweis blüht – doch längst nicht so, wie es soll. Unweit von Wundklee und Wiesensalbei breitet sich eine Monokultur des Neophyten Kanadische Goldrute aus.

Das Defizit für die Kinderbetreuung fällt um drei Viertel höher aus als im Vorjahr. Das hat mit Personalwechseln zu tun. Großes Lob gibt es dagegen für den Bauhof und die Blühwiesen in der Gemeinde. Wie die Bürger auf das neue Mähkonzept reagieren

Da musste so mancher Gemeinderat erst mal schlucken: Statt dem im Haushaltplan 2019 eingetragenen Betriebsdefizit von 36000 Euro für den Kindergarten Todtenweis aus dem Jahr 2018 hatten sich 62000 Euro angehäuft (Anteil Todtenweis: 80 Prozent, also 50000 Euro). Die Verwaltung begründete dieses Defizit nach Rücksprache mit den zuständigen Stellen der katholischen Kirche als Träger mit einem Wechsel der Kita-Leitung, wodurch eine dreimonatige doppelte Stellenbesetzung erforderlich geworden sei.

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Bürgermeister Konrad Carl sagte: „Das Jonglieren mit dem wechselnden Personal in der Kita war enorm kräftezehrend.“ Doch es sei nötig gewesen, „allein um den Betrieb aufrechterhalten zu können“. Carl mahnte zugleich zur Besonnenheit. Defizite wie diese gälten für andere Gemeinden als normal.

Auf Nachfrage von Michael Hofberger erläuterte Kämmerin Georgia von Kobyletzki die verwaltungstechnischen Unterschiede in den Gemeinden Petersdorf, Aindling und Todtenweis. Hier seien zwischen 2014 und 2016 keine Defizite aufgelaufen, das Minus aus 2017 konnte sogar mit den Guthaben aus diesen Jahren abgezahlt werden, denn Todtenweis stelle für die Kindertagesstätte sowohl das Haus, als auch dessen Unterhalt. Einstimmig beschloss der Rat, dem Kinderhaus die erforderliche Summe zu überweisen. Das Geld soll über eine erhöhte Zuführung vom Vermögens- an den Verwaltungshaushalt ausgeglichen werden. Um weitere Defizite des Kinderhauses St. Ulrich und Afra so gering wie möglich zu halten, stimmte der Rat ohne Gegenstimme der von der Katholischen Pfarnrkirchenstiftung beschlossenen Erhöhung der Kita-Beiträge ab 1. September 2019 zu (siehe Infokasten). Dabei geht es auch um eine „Annäherung der Gebühren an jene, wie sie in Aindling und Petersdorf gelten“, so Kämmerin von Kobyletzki.

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Die Beiträge für die Betreuung im Hort (ohne Ferienbetreuung) bleiben gleich, bei denen mit Ferienbetreuung steigen sie bei unter 30 Tagen um zwei Euro auf vier Euro, bei mehr als 30 Tagen von sechs auf zehn Euro.

Ein Anlieger in der Todtenweiser Schulstraße wollte wegen der Staubbelastung den Feldweg an seinem Grundstück befestigt haben. Allein damit wären die festgesetzten Mittel für den Todtenweiser Feldwegeunterhalt fast aufgebraucht, argumentierte die Verwaltung. Mit einem vierstufigen Verfahren sollte der Weg befestigt werden, was aber rund 4000 Euro verschlingen würde. Konrad Carl berichtete: „Der Anlieger ist über eine Kostenbeteiligung nicht erbaut.“

Das konnte Richard Eberle nicht verstehen: „Andere liegen auch an einer Straße. Wenn da was gemacht wird, kommt der Bescheid und der ist halt zu zahlen.“ Unter der Vorgabe „Kostenrahmen wie eine normale Feldwegreparatur“, so Konrad Carl, stimmte der Rat ohne Gegenstimme zu, noch einmal kostengünstigere Varianten zu prüfen.

Todtenweis ist auch heuer bereit, die Caritas-Sozialstation Aichach mit 0,77 Euro pro Einwohner zu unterstützen. Für den Zuschuss von 1075 Euro hoben sich alle Hände.

Obwohl bereits ein Wohnhaus an der AIC8, Nähe Kieswerk Seemüller, steht, ringt das Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft Aindling um die Einschätzung einer Bauvoranfrage: Ist es Außen- oder noch Innenbereich? Der Gemeinderat erteilte einstimmig sein Einvernehmen für Abriss und Neubau. Den Emissionsschutz prüfe das Landratsamt Aichach-Friedberg.

Großes Lob hatte Wackerl für den Bauhof parat: „Es ist nicht mehr alles kahl geschoren, es blüht.“ Doch Carl kennt das Lied auch anders. Er werde von vielen Leuten angesprochen: Die Gemeinde habe einen neuen Mäher, aber gemäht werde nicht mehr. Carl freute sich dennoch über Wackerls Wortmeldung: „Es ist schön, dass es auffällt, dass sich unser Pflegekonzept geändert hat.“ Es brauche aber noch Zeit, um das Verständnis der Bürger mitwachsen zu lassen.

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