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Gemeinderat

24.04.2015

Todtenweis leistet sich neues Feuerwehrhaus

Das neue Feuerwehrhaus in Todtenweis ist einer der größeren Posten im Haushalt 2015. So sieht das Feuerwehrhaus heute hinter dem Rathaus aus.
Bild: Katja Röderer

Im Etat 2015 sind allein für ein neues Feuerwehrhaus 350000 Euro vorgesehen. Die Räte sind sich einig: „Bestimmt kein Luxus“. Warum sich die Gemeinde nun wieder verschuldet.

Eine halbe Stunde hat es gedauert. Dann war der Haushaltsplan für das Jahr 2015 in Todtenweis verabschiedet – und zwar einstimmig. So kurz war die Debatte lange nicht. Dabei ist es schon eine ganze Weile her, dass die Gemeinde einen Kredit aufgenommen hat. Mehr als eine halbe Millionen Euro (siehe Infokasten) wird sich Todtenweis Ende des Jahres leihen. Kämmerin Sabine Funk von der Verwaltungsgemeinschaft Aindling kann sich gar nicht erinnern, wann das das letzte Mal der Fall war.

Auch die Schlüsselzuweisungen deuten darauf hin, dass die Kassen der Gemeinde im Moment nicht prall gefüllt sind. Seit 2011 hatte Todtenweis diese Zuweisungen nicht mehr erhalten. Kämmerin Sabine Funk sah das am Mittwochabend in der Gemeinderatssitzung aber gelassen. Sie präsentierte dem Gemeinderat den etwa 100 Seiten starken Haushaltsplan, der bereits in nicht öffentlicher Runde vorberaten worden war. „Vonseiten der Verwaltung gibt es keine Bedenken, dass die Gemeinde das nicht schultern kann“, sagte sie zur Schuldenaufnahme.

Die Kämmerin verwies auf die Steuereinnahmen, die regelmäßig zu erwarten seien. Außerdem gab sie zu bedenken, dass die Gemeinde mit zwei großen Investitionen auch langfristige Werte schaffe: 350000 Euro sind für den Neubau des Feuerwehrhauses im Haushalt eingeplant, fast die gleiche Summe wird in diesem Jahr für den Neubau des Brunnens gebraucht.

Bei diesen beiden Projekten sprach die Kämmerin von „Pflichtaufgaben der Gemeinde“. Todtenweis schafft sich mit einem neuen Feuerwehrhaus und einem neuen Brunnen Vermögenswerte, die „bestimmt kein Luxus“ seien.

830000 Euro hält die Gemeinde für den Kauf von Grundstücken und Ökokontoflächen bereit. Kämmerin Sabine Funk kommentierte diesen Posten mit den Worten: „Man muss die Grundstücke momentan auch kaufen, wenn man sie angeboten bekommt.“ Saniert werden kann laut Haushaltsplan jetzt unter anderem das Lehrerwohnhaus und das Gruin-Anwesen. Es wurde Geld zurückgelegt für die Friedhofswege, die gepflastert werden sollen, für einen neuen Zaun am Sportplatz und für einen Fluchtweg am Kindergarten. 25000 Euro sind pauschal für das Projekt Dorferneuerung vorgesehen. Es sollen zudem neue Ortseingangstafeln und Schilder im Gewerbegebiet aufgestellt werden. Auch die Erschließung des Gewerbegebietes Lechfeldwiesen in Sand und die Breitbandversorgung schlagen zu Buche. Die Kosten für die laufende Gemeindeverwaltung sind mit 80000 Euro angesetzt. 2014 wurden hierfür etwa 73000 Euro ausgegeben, allerdings hatte in jenem Jahr ein Ausflug des Gemeinderates stattgefunden. Bezüge für Sitzungsdienste sind 2015 nicht im Verwaltungshaushalt einberechnet. Momentan lasten auf jedem Todtenweiser knapp 15 Euro Schulden. Bayernweit liegt die Pro-Kopf-Verschuldung im Schnitt bei 973 Euro. Die Gemeinde ist laut Kämmerin mit weniger als 1000 Euro jährlicher Tilgung belastet. 40 Prozent der Umlagen gehen an die Verwaltungsgemeinschaft, Staat, Kreis, Schulverbände und den Abwasserzweckverband Kabisbachgruppe. Vom Land bekommt Todtenweis die Schlüsselzuweisung von 72500 Euro.

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