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Polizei

21.03.2015

Tödliches Ehedrama: Junges Paar stirbt

Erst vor rund einem Jahr war ein Ehepaar in dieses Haus in Unterbernbach (Kühbach) gezogen. Jetzt sind der Mann und seine Ehefrau tot. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurden ihre Leichen am Mittwochmorgen im Keller des Hauses gefunden.
Bild: Symbolbild: Alexander Kaya

Die Leichen wurden tot in ihrem Einfamilienhaus im Kühbacher Ortsteil Unterbernbach gefunden. Ermittler gehen davon aus, dass der 32-Jährige zunächst seine Frau umbrachte und sich danach das Leben nahm

Die Nachbarn sind fassungslos. „Ich kann das bis jetzt nicht glauben“, sagt Tobias Heilgemeir. Seine Autowerkstatt liegt gegenüber des gepflegten, zartgelben Hauses, das am Mittwoch plötzlich zum Tatort wurde. „Die beiden sind zu uns immer zum Reparieren gekommen“, erzählt er. Am Samstag habe er die Frau noch bei der Gartenarbeit gesehen, der Hund sei auf dem Rasen umhergesprungen. „Das waren nette, freundliche Leute.“

Jetzt sind sie tot. Die Leichen des 32-jährigen Mannes und seiner 30-jährigen Frau wurden am Mittwoch gegen 9 Uhr im Keller ihres Hauses in Unterbernbach ( Kühbach, Kreis Aichach-Friedberg) gefunden. Kollegen der Frau hatten sich Sorgen gemacht, nachdem sie morgens nicht – wie sonst üblich – pünktlich zur Arbeit gekommen war. Als sie sie auch telefonisch nicht erreichten, fuhren sie zu ihr nach Hause. Da niemand die Tür öffnete, verständigten sie den Vermieter. Er machte schließlich die grausige Entdeckung.

Im Keller lag das tote Ehepaar, neben ihm sein Hund. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, deutete zunächst vieles darauf hin, dass der Mann und seine Frau sich umgebracht hatten. Doch als die Leichen noch am selben Tag im Institut für Rechtsmedizin obduziert wurden, ergab sich ein anderes Bild. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass es Streit unter den Eheleuten gab. Offenbar tötete der 32-Jährige seine Frau. Sie erlitt vor ihrem Tod schwere Kopfverletzungen. Ihr Mann muss mit einer Eisenstange oder Ähnlichem auf sie eingeschlagen haben. Danach nahm er sich laut Polizei selbst das Leben.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Augsburg wollte sich zu den näheren Umständen des Suizids nicht äußern. Neben der Polizei waren auch die Feuerwehren aus Kühbach und Unterbernbach vor Ort. Später wurden noch Kräfte aus Aichach hinzugezogen. Rund 20 Leute seien im Einsatz gewesen, sagte Kreisbrandrat Ben Bockemühl am Freitag. Um ihre Gesundheit nicht zu gefährden, betraten sie den Keller zunächst nur mit Atemschutz. Die Aktiven erleben immer wieder schlimme Einsätze. Dennoch stelle ein Fall wie der vom Mittwoch auch für sie eine traurige Ausnahme dar, wie Bockemühl einräumt.

Informationen unserer Zeitung zufolge war das Ehepaar erst vor rund einem Jahr von Neuburg in den 700-Einwohner-Ort Unterbernbach gezogen, die Frau arbeitete in der Justizvollzugsanstalt Aichach. Mit ihrem Ehemann lebte sie alleine in dem Einfamilienhaus. Kinder hatte das Paar nicht. Der Polizei sind keine gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten bekannt. Auch Nachbarn berichten, dass sie keinen Streit mitbekommen hätten. Einer, der seinen Namen nicht in der Zeitung sehen will, sagte am Freitag: „Normalerweise liest man so was immer in der Zeitung, aber dass das hier passiert...“

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