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Bürgerversammlung II

22.11.2019

Toilette am Friedhof bleibt vorerst ein Wunsch

Sielenbacher Bürgermeister will Kirchenvertreter in den Gemeinderat bitten

Nur ein paar wenige der insgesamt rund 70 Besucher meldeten sich am Mittwoch auf der Bürgerversammlung der Gemeinde Sielenbach zu Wort. Zwei Themen werden jedes Jahr angesprochen: die fehlende öffentliche Toilette auf dem Friedhof und der Radweg nach Klingen (Stadt Aichach).

Einen Fortschritt beim Thema Toilette hatte sich Josef Breitsameter mit der Wahl der neuen Kirchenverwaltung Ende vergangenen Jahres erhofft. „Was ist rausgekommen bei den Gesprächen?“, wollte er wissen. Die Pfarrei ziehe weiter nicht mit, und die Gemeinde könne nicht einfach auf fremdem Grund bauen, sagte Martin Echter. Dem Vorschlag der Kirchenverwaltung, auf dem Dorfplatz eine öffentliche Toilette zu bauen, würde die Gemeinde sofort nachkommen, so der Bürgermeister. Die Anschlussmöglichkeiten seien vorhanden. Echter bezweifelte jedoch, ob eine Toilette hier sinnvoll wäre.

Seine Enttäuschung darüber, dass bei dem Thema nichts vorwärts- geht, machte Zweiter Bürgermeister Franz Moser deutlich: „Wenn wir im Gemeinderat immer so zaudern und ein kleines Problem so rausschieben würden, würde Sielenbach nicht so dastehen, wie es dasteht.“ Müsse die Kirchenverwaltung auf die Gemeinde zugehen oder umgekehrt, wollte Georg Schmid wissen. Den ersten Schritt hätte die Gemeinde schon drei Mal gemacht, sagte ein etwas frustriert klingender Bürgermeister. Zur nächsten Sitzung des Gemeinderates will Echter Mitglieder der Kirchenverwaltung einladen: „Dann machen wir Nägel mit Köpfen.“

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Seit Jahren schon steht die Gemeinde Sielenbach bei dem Bau eines Geh- und Radweges Richtung Klingen (Stadt Aichach) in den Startlöchern. Sogar den Verlauf – er soll auf der linken Straßenseite gebaut werden – hat die Gemeinde schon geplant. Bisher scheiterte sie am Votum des Aichacher Stadtrates. Ob es hier etwas Neues gebe, wollte Peter Breitsameter wissen.

Es hänge alles mit der Gesamtplanung zur Staatsstraße zusammen, sagte Heinz Geiling. Die Gemeinde versuche es jetzt über das Straßenbauamt, sagte der Bürgermeister. Nachdem auch Blumenthal (Stadt Aichach) bei dem Amt auf eine andere Ausfahrt drängt, hofft Echter, dass hier bald Bewegung in die Umsetzung kommt.

Als „Pflaster sechster Wahl“ empfand Johann Goldstein das Kopfsteinpflaster auf dem Gehweg an der Aichacher Straße im Bereich der Pfarrkirche. Er regte an, den Gehweg zu asphaltieren. Die Pflasterung sei 2009 bei der Dorferneuerung gemacht worden, sagte Echter. Wenn die Gemeinde sie jetzt schon herausreiße, müssten Zuschüsse in Höhe von geschätzt 70000 bis 80000 Euro zurückgezahlt werden.

Wann die Schilder für das Halteverbot in der Ostergasse kommen, wollte Johann Breitsameter wissen. Es müsse nur noch die Polizei zustimmen, teilte der Bürgermeister mit. Demnächst steht eine Verkehrsschau an. (drx)

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