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Aichach-Friedberg

29.04.2016

Tomaschko: Dobrindt ist offen für „kleine“ Osttangente

Bei einem Treffen von CSU-Landtagsabgeordnetem Peter Tomaschko mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ging es um die geplante Osttangente.
Bild: Partei

Der Verkehrsminister zeigt sich offen für Umplanung. Eine wichtige Berliner Behörde aber will die Straße überhaupt nicht

Aichach-Friedberg Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) signalisiert Zustimmung zu einer reduzierten Planungsvariante der Osttangente mit nur zwei Fahrstreifen um Kissing und Mering. Dies berichtete am Donnerstag der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko (CSU) nach einem Treffen mit dem Minister.

Laut Dobrindt entstehe daraus sogar für den Bund ein deutlicher Kostenvorteil. Derweil bekommen die Gegner der Tangentenpläne prominente und einflussreiche Unterstützung aus Berlin: Das Umweltbundesamt rät dazu, dazu, das Projekt wegen der hohen Umweltbetroffenheit aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen.

Abgeordneter macht Ablehnung im Landkreis für autobahnähnliche Straße deutlich

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Tomaschko traf Dobrindt und dessen Staatssekretärin Dorothee Bär laut einer Mitteilung im Landtag. Der Abgeordnete betonte dabei, dass eine autobahnähnliche Straße durch den Landkreis sowohl von den Bürgern, als auch von der örtlichen Politik abgelehnt werde.

Zudem verwies Tomaschko auf das Anliegen des Landkreises, das auch in der von einer Kreistagsmehrheit verabschiedeten Resolution festgehalten wird: „Wir wollen die Entlastungsstraße möglichst flächensparend auf Bestandsstraßen realisieren und dabei auch die Belange der Landwirtschaft und des Naturschutzes miteinbeziehen.“ Den vierten Bauabschnitt der Verbindung zwischen dem Autobahnanschluss bei Derching (Stadt Friedberg) und der B17 im Kreis Augsburg, zwischen Mering und Königsbrunn bzw. Oberottmarshausen, will Tomaschko überhaupt nicht weiter verfolgen, da hier kein Bedarf bestehe. Das habe er Dobrindt auch so mitgeteilt.

Gegner fürchten Belastung durch überregionalen Verkehr

Die Gegner der Osttangente sehen durch eine durchgängige Verbindung von A8 und B17 eine enorme Belastung durch zusätzlichen überregionalen Verkehr. Diese Trasse würde sich zu einer Münchner Westumgehung entwickeln und zum Zubringer in Richtung Schweiz, so die Kritiker.

Dobrindt habe sich offen für eine Umplanung und die Kreisvorgaben gezeigt, da ihm die örtliche Akzeptanz des Projekts wichtig sei, berichtet Tomaschko. Auch die Gespräche mit der Obersten Baubehörde in München und dem Staatlichen Bauamt in Augsburg seinen positiv verlaufen, sagt Tomaschko. Nun gelte es, die weitere Planung in der Region mit den Bürgern abzustimmen und einen Konsens im Kreis zu finden.

Umweltbundesamt rät, Projekt ganz zu streichen

Ein klares Nein-Signal zur Tangente kommt aus der Hauptstadt selbst. Das Umweltbundesamt rät dazu, dazu, das Projekt wegen der hohen Umweltbetroffenheit ganz aus dem Bundesverkehrswegeplan zu streichen. Ein Grund ist der Landverbrauch von über 82 Hektar, von denen 19,1 Hektar als Naturschutzvorrangflächen gelten. Nicht ausgeschlossen ist nach Einschätzung der Behörde, dass auch hochwertige „Natura 2000“-Flächen betroffen sind, die dem Schutz gefährdeter wildlebender Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume dienen. (cli, gth)

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Die Diskussion ist geschlossen.

30.04.2016

Die Politiker merken die Stimmung in der Bevölkerung und ändern mal kurzfristig Ihre Meinung. Wenn denn alle das so wollen warum kam es dann überhaupt in den Verkehrswegeplan als Autobahn.

Die Politik spielt auf Zeit; bitte Einspruch einlegen. Die Politik wird von den Bürgern gewählt.

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