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Sitzung

18.09.2014

Traumjob Jugendbeauftragter

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Bernd Aichele

Zwei neue Vertreter in Aindling. Baugebiet spaltet den Rat

Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich in einer Gemeinde mehrere Kandidaten für den Posten des Jugendbeauftragten bewerben. So geschehen am Dienstagabend in Aindling. Zwei Vertreter wurden gesucht, drei Vorschläge gab es. Am Ende wurden die ehemalige Gemeinderätin Petra Miesl (CSU/Freie Wähler) und das aktuelle Gremiumsmitglied Bernd Aichele (Bürgerwille ’76) gewählt – mit wenigen Gegenstimmen. Christine März kam nicht zum Zug.

Letztere war schon vor einiger Zeit von der „Perspektive Aindling“ vorgeschlagen worden und galt daher für Benjamin Schröter, Einzelkämpfer der „Perspektive“ im Rat, als sicher durch. Bürgermeister Tomas Zinnecker betonte jedoch, das habe Schröter missverstanden. Dieser reagierte nach der Wahl enttäuscht. „Da gerade wir mit den Themen Jugend und Familie in den Gemeinderat gewählt worden sind, ist es schon merkwürdig, dass die Ratskollegen uns diese Aufgabe nicht anvertrauen wollen“, sagte Schröter gegenüber den AN.

Das Gremium verabschiedete auch eine Aufgabenliste für die neuen Jugendbeauftragten. Darin wird unter anderem festgelegt, dass diese einmal im Jahr im Gemeinderat über ihre Arbeit berichten sollen. Strittig war zunächst die Aufwandsentschädigung für Miesl und Aichele. Letztlich stimmte eine Mehrheit für 250 Euro pro Person im Jahr.

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Das Doppelte, weil nur an eine Person gerichtet, erhält die Seniorenbeauftragte Albertine Ganshorn. Für beide Gruppen will die Gemeinde in nächster Zeit neue Angebote schaffen, die von der EU gefördert werden könnten. Angedacht sind ein Generationen- oder Bewegungspark im Krankenhauspark und eine Art Seniorenbus. Zunächst geht es laut Gertrud Hitzler (CSU/Freie Wähler) darum, den Förderantrag zu stellen. Später könnten Details geklärt werden, wie etwa eine lokale Aktionsgruppe zu gründen oder Sponsoren für die Projekte zu finden. Zinnecker rechnet beispielsweise für den Park mit Kosten von rund 60000 Euro. Der Zuschuss könnte bei 50 Prozent liegen.

Das emotionalste Thema der Sitzung war das geplante Baugebiet „Am Zieglerweg“. Dort sollen elf neue Bauplätze entstehen. Wie Planer Albert Eibl dem Rat erläuterte, darf ein Teil der Häuser zweigeschossig gebaut werden. Für die Häuser, die an die bestehende Bebauung anschließen, sind nur ein Geschoss und ein ausgebautes Dachgeschoss zugelassen. Dabei sei die Wandhöhe auf 3,60 Meter und die Firsthöhe auf 8,50 Meter festgelegt.

Insbesondere Manfred Büchele und Helmut Lindermeir (beide Bürgerwille ’76) befürchteten, dass das Dachgeschoss aufgrund der geringen Wandhöhe nur bedingt ausbaufähig sei und die Wohnqualität zu wünschen übrig lasse. Dem hielten Zinnecker und Hitzler entgegen, dass den bestehenden Häusern keine riesigen Betonklötze vor die Nase gesetzt werden sollten. Nach eineinhalb Stunden Diskussion einigten sich die Räte darauf, die Wandhöhe auf 4,25 Meter zu erhöhen und eine Baugrenze zur Straße von drei Metern vorzuschreiben. Die Aufstellung des Bebauungsplans und die Zustimmung zur Auslegung erfolgten einstimmig. (ull)

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