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Pöttmes

21.06.2019

Traumstart ins Pöttmeser Volksfest

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Es hat geklappt, wenn auch nicht beim ersten Schlag: Bürgermeister Franz Schindele hat sein letztes Volksfest-Fass angezapft, sehr zur Freude von Brauherr Umberto von Beck-Peccoz.
Bild: Vicky Jeanty

Nach fünf Schlägen war o’zapft auf dem Festgelände. Strahlendes Wetter beschert den Veranstaltern gelungenen Auftakt.

Traditionell beginnt das Pöttmeser Volksfest familiär, viel Volk in Tracht und zahlreiche Vereine sorgen für das musikalische und farbenprächtige Ambiente. Wie in den Jahren zuvor hatte Hans Steigers charmante Überredungskunst sechs Königinnen und eine Prinzessin nach Pöttmes gelockt. Für den Vorsitzenden des Verkehrs- und Verschönerungsvereins lief „sein“ viertes Volksfest entsprechend attraktiv an. Punkt 19 Uhr setzte sich der lange Festumzug in Bewegung, angeführt von der Blaskapelle Pöttmes und den Honoratioren: Die Familie von Umberto Freiherr von Beck-Peccoz, der Stellvertretende Landrat Manfred Losinger, Bürgermeister Franz Schindele samt seiner Räte sowie die Familie von Gumppenberg.

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Die dampfenden schwarzen Rösser zogen die aufeinandergestapelten Bierfässer zum Festzelt, vom Kutscherbock grüßten Gwendolyn Freifrau von Beck-Peccoz nebst Festwirtin Michaela Kemper. Die Fahnen der Vereine flatterten, die Schützenketten der stolzen Könige und Königinnen funkelten, mitten drin spielte die Musikkapelle Pukas auf, die Königlich Privilegierten Feuerschützen ließen die Böller krachen. Am Volksfestplatz applaudierten die Zaungäste und begleiteten die Festumzügler ins Zelt.

Vor dem Podium richteten sich alle Blicke auf Bürgermeister Franz Schindele, von dessen zielsicherer Schlagkraft es abhing, nach wie vielen Schlägen das Bier in die erste Maß floß. Zum letzten Mal in seiner Funktion als Rathauschef holte Franz Schindele aus und er brauchte geschätzte fünf Schläge, um den Stutzen ins Fass zu treiben. In sein „O’zapft is!“ stimmten alle mit ein und prosteten sich mit dem eigens gebrauten Kühbacher Volksfest-Bier herzhaft zu.

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Der Rest ist Volksfest-Routine. Die vielen Besucher im gefüllten Zelt und im Biergarten ließen es sich schmecken, schmissig begleitet von der Blaskapelle Pöttmes unter der Leitung von Andreas Wenger. Die Bedienungen schleppten Tablett um Tablett mit kalten und warmen Schmankerln an die Tische, die Maßkrüge wurden in die Höhe gestemmt.

Bürgermeister Franz Schindele und Festwirtin Michaela Kemper wünschten dem fünftägigen Fest einen friedlichen Verlauf und hofften auf regen Besuch von Jung und Alt. „Kommt täglich her, es lohnt sich“, erklärte der Rathauschef. Sein Dank galt Hans Steiger, der mitsamt seiner Helfer vom Verkehrs-und Verschönerungsverein für die Organisation verantwortlich war. Steiger holte die Königinnen aufs Podium und hieß sie herzlich willkommen. Die charmanten, fein gekleideten Damen aus den Hoheitsgebieten der Kartoffeln (Karlshuld), des Spargels (Schrobenhausen), der Rosen (Karlshuld) und Blüten (Gerolsbach), des Maibaums (Peutenhausen) und die Bayerische Maikönigin aus Heinrichshofen stellten sich kurz vor, um dann der Kollegin Juliane Wenger aus Schrobenhausen den Vortritt am Takstock zu lassen. Den hatte ihr der Dirigent der Blaskapelle Andreas Wenger in die Hand gedrückt. Als Cousin der Spargelkönigin war das für ihn Ehrensache.

Vom Biergarten ging der Blick auf die Fahrgeschäfte, von denen die meisten seit vielen Jahren Pöttmes die Treue halten. Kinderkarussell, Schiffschaukel und Autoscooter bleiben die Klassiker, die von Jung und Alt in Beschlag genommen werden. An der Wurfbude und am Losstand baumelten Plüschtiere, es gab Crêpes mit allem oder schokoladige Früchtekombinationen. Wem das zu banal erschien, der suchte den Adrenalin-Kick an dem Überschlag-Fahrgeschäft, das die festgezurrten Insassen in den Sitzreihen bei den Kopfüber-Drehungen ins Kreischen brachte.

Nach der gestrigen Bulldog-Show samt Ortsrundfahrt geht es am heutigen Freitag mit dem Tag der Betriebe weiter. Am Abend spielt die Band „Die Ganoven“. Am Samstag locken gemäßigte Preise für Senioren und Kinder, dazu Unterhaltung in und außerhalb des Festzeltes. Am Sonntag gibt es von 11.30 bis 14 Uhr ermäßigte Preise auf sämtliche Speisen. Das diesjährige Volksfest klingt am Abend mit dem Baumsägewettbewerb aus. Die „Bayerische Bigband“ der Musikkapelle Pukas begleitet die Veranstaltung, während die Kühnhauser Goaßlschnoizer auf den Tischen die Goaßln knallen lassen.

Mehr Fotos vom Volksfest finden Sie hier

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Volksfest in Pöttmes
Bild: Vicky Jeanty
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