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Einweihung

28.11.2012

Treffler investiert in Lackierhalle

Die neue Lackierhalle der Firma Treffler in Echsheim.
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Die neue Lackierhalle der Firma Treffler in Echsheim.

Maschinenbaufirma verbessert ihre Produktionsabläufe in der 1500 Quadratmeter großen Halle, die 1,5 Millionen Euro gekostet hat. Unternehmen beschäftigt 100 Mitarbeiter

Pöttmes-Echsheim Das Maschinenbauunternehmen Treffler aus Echsheim, einer der größten Arbeitgeber im nordwestlichen Landkreis, investiert in die Produktion. In einer neuen Lackierhalle werden die Arbeitsschritte Reinigen, Entfetten, Sandstrahlen und Lackieren optimiert. Bis dato war dieser Teil der Produktion ein Engpass, der zuweilen Lieferverzögerungen verursachte. Jetzt arbeitet die Lackiererei auf zwei Linien doppelt so schnell. Das neue Zentrum ist nach Firmenangaben eines der modernsten in Süddeutschland und setzt auch in der Umwelttechnik Maßstäbe. Die Halle, überbaute Fläche knapp 1500 Quadratmeter, kostete rund 1,5 Millionen Euro und wurde jetzt mit rund 300 Gästen, darunter die Belegschaft, eingeweiht.

100 Mitarbeiter beschäftigt das mittelständische Familienunternehmen im Pöttmeser Ortsteil unter der Leitung von Paul Treffler sen. und Paul Treffler jun., darunter elf Auszubildende. Er hätte gerne vier weitere junge Leute eingestellt, aber es hätten sich nicht genügend geeignete Bewerber gefunden, bemerkte Treffler am Rande der Führung durch die neue Lackierhalle. In seiner Begrüßung betonte Paul Treffler sen., welche Bedeutung die Erweiterung der Produktionsstätte für das Unternehmen hat. Er dankte allen, die den Bau in so kurzer Zeit ermöglicht hatten, darunter dem Architekten Manfred Hadwiger und dem Bauunternehmer Schlingmann. Die überreichten zusammen den Schlüssel in Form eines Kuchens. In Vertretung von Bürgermeister Franz Schindele überbrachte Marktgemeinderat Hans Steiger die Glückwünsche der Gemeinde. Danach segnete Pfarrer Clemens Kieser die neue Produktionsstätte.

Vorfahren Trefflers betrieben über Generationen die Dorfschmiede

Hervorgegangen ist die Paul Treffler Maschinenbau GmbH aus der Dorfschmiede in Echsheim. Die wurde nicht nur vom Großvater und Urgroßvater des Unternehmers betrieben, sondern schon seit vielen Generationen von Mitgliedern seiner Familie, wie der verstorbene Heimatforscher Nico Buchner vor Jahrzehnten herausfand. 1989 stieg Treffler dann mit sieben Mitarbeitern auf den Maschinenbau um. Vorher war der Betrieb vieles in einem: Schlosserei, Spenglerei und Gas-Wasser-Installation. Auch heute hat das Unternehmen mehrere Standbeine – aber alle im Maschinenbau. Zum einen fertigt Treffler für namhafte Großkonzerne komplette Maschinen oder einzelne Komponenten und übernimmt auch Montage und Inbetriebnahme der Anlagen. Zum anderen entwickelt und baut Treffler eigene Produkte für den ökologischen Landbau wie Striegel für die mechanische Unkrautbekämpfung oder Grubber für die Feldarbeit.

Landmaschinenbau passt für ein Unternehmen in ländlicher Umgebung. Treffler blickt auf diesem Gebiet auf langjährige Erfahrung zurück. Er kann dazu auch auf die Wünsche der Kunden eingehen. Der aufstrebende biologische Anbau, der Verzicht auf Chemie bei der Unkrautbekämpfung in der Landwirtschaft auch aus Kostengründen, erfordert neue Lösungsansätze. Treffler arbeitet dabei mit dem Biolandwirt Josef Niedermaier aus Ottmaring (Stadt Friedberg) zusammen, der seit Jahren an Verbesserungen tüftelt (wir berichteten). Die Bodenbearbeitungsgeräte stoßen mittlerweile auch in der konventionellen Landwirtschaft auf Interesse und werden europaweit exportiert. Diese Eigenentwicklungen stehen inzwischen für einen großen Teil des Umsatzes. Zum neuen Geschäftsfeld gehört auch die Fertigung von Fermenterrührwerken für den Einsatz in Biogasanlagen. Wie in dieser Branche üblich, ist das Echsheimer Unternehmen auch auf Zulieferer angewiesen, wie es andererseits für große Unternehmen wie die MAN in Augsburg selbst als Zulieferer im Geschäft ist.

Für Stimmung sorgten bei der Einweihungsfeier die Rothtaler Musikanten aus Horgau, die Goaßlschnalzer sowie die Stemmerhof-Musi aus Kühnhausen. Für das leibliche Wohl der Gäste war der Partyservice Reidinger zuständig.

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