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Aichach-Friedberg

28.01.2021

Trotz Corona: Wo Studenten im Kreis Aichach-Friedberg jetzt jobben können

Mit einem Nebenjob finanzieren sich viele Studenten ihr Studium. Auch in der Corona-Krise.
Foto: Mathilde Mahrenholtz (Symbolfoto)

Plus Kellnern, im Kino Popcorn machen, bei Events aushelfen - in Corona-Zeiten gibt es viel weniger typische Studentenjobs. Diese Tipps haben das Arbeitsamt und eine Aichacher Studentin.

Lisa Pongracz studiert Soziale Arbeit in München, wohnt aber noch zu Hause in Aichach. Um sich neben dem Studium etwas dazuzuverdienen, wollte sie einen Nebenjob beginnen. Doch das war mitten in der Corona-Pandemie schwerer als erwartet. Pongracz erzählt, viele Unternehmen seien vorsichtiger gewesen, Bewerber einzuladen und einzustellen. Für Studenten gibt es viele Möglichkeiten, das Studium zu finanzieren: staatliche Förderung, die Familie, Studienkredite. Oder eben ein Studentenjob: Damit können sie nicht nur Geld verdienen, sie sammeln auch Arbeitserfahrung und werden selbstständiger. Für Studenten, die nicht durch die Eltern unterstützt werden, sind solche Jobs oft die einzige Möglichkeit. Doch wo arbeiten in Corona-Zeiten?

Natascha Schleff ist Beraterin für akademische Berufe in der Agentur für Arbeit Augsburg. Sie kennt die Nöte der Studenten. „Durch die Corona-Pandemie haben viele Studierende ihre Jobs verloren“, sagt Schleff. Sie erzählt, in der Gastronomie und im Einzelhandel sei es aktuell schwer, Geld zu verdienen. Doch "in der Krise ergeben sich neue Möglichkeiten". Supermärkte, Lieferdienste und die Landwirtschaft suchen laut der Beraterin "händeringend" nach Arbeitern.

Studenten: Manchmal ist ein Minijob am besten

Prinzipiell können Studenten alle möglichen Jobs machen. Trotzdem lassen sich Beschäftigungsformen nennen, die Studenten oft wählen. Michael Noghero, Pressesprecher des Studierendenwerks in Augsburg, zählt die drei häufigsten auf: der Minijob („450-Euro-Job“), der Semesterferien-Job oder die Arbeit als Werkstudent. Unabhängig von den Formen gelten für Studenten die gleichen arbeitsrechtlichen Regelungen wie für alle, betont er. Dabei sei es nicht unbedingt gut, möglichst viel zu verdienen. Denn über gewissen Werten kann die Versicherung höher und staatliche Unterstützung geringer werden. Ab einem gewissen Einkommen kommen auch Steuern dazu. Mit einem 450-Euro-Job seien Studenten, was alle Grenzwerte angeht, auf der sicheren Seite.

Studentin Pongracz hat sich auch deswegen für einen Minijob entschieden. Zum Zeitpunkt der Bewerbung sei die Anfrage für Minijobber hoch gewesen. Wenn Studenten monatlich zu viel verdienen, ist es nicht möglich, über die Familie gesetzlich krankenversichert zu bleiben. Jetzt arbeitet Pongracz also auf 450-Euro-Basis in einem Aichacher Bekleidungsladen. Studium und Arbeiten zu vereinen, falle ihr nicht schwer, erzählt sie. Jobsuche sei ähnlich wie eine Wohnungssuche. „Man braucht viel Geduld“, weiß Pongracz jetzt aus eigener Erfahrung. Ihr Tipp für Studenten, die sich hilflos und gestresst fühlen: abwarten, einen kühlen Kopf bewahren und bei Absagen nicht aufgeben. „Das Wichtigste ist, sich dabei nicht unterkriegen zu lassen und sich selbst Zeit zu geben“, so Pongracz.

Jobsuche beginnt im Internet oder direkt vor Ort

Meist beginnt die Jobsuche im Internet. Michael Noghero vom Studierendenwerk Augsburg empfiehlt die Jobbörsen der Agentur für Arbeit und auch des Studierendenwerks Augsburg selbst. Der Vorteil dieser Portale sei, dass dort nur seriöse Angebote im Raum Augsburg zu finden seien, sagt Noghero. Für Studenten, die in Aichach oder näherer Umgebung leben, kann es allerdings auch von Vorteil sein, wie Pongracz im Heimatort zu arbeiten. Gerade wer durch Online-Klassen keine Fahrtwege zur Uni hat, profitiert. Schon eine Viertelstunde nach Vorlesungsende kann Pongracz mit der Arbeit beginnen. Das macht flexibel.

Bei der Jobsuche sollten Studenten sich aber gerade im Heimatort nicht nur auf das Internet verlassen. Es schadet nie, im Bekanntenkreis herumzufragen oder sich direkt bei Geschäften in der Umgebung zu melden. „Besonders attraktive Jobs finden häufig gar nicht den Weg in Jobbörsen“, verrät Noghero. „Sie werden über persönliche Kontakte vermittelt.“

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