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Rehling

03.02.2019

Turboschnelles Glasfaser für einige Rehlinger

26 Haushalte haben in Rehling die Chance auf schnelles Internet.
Bild: Symbolfoto dpa/Julian Stratenschulte

Bis 2023 sollen 26 Haushalte vor allem in Unterach mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde versorgt sein

Der Vertrag ist unterschrieben. Die Deutsche Telekom wird den Breitbandausbau in Rehling übernehmen. Sie verspricht eine maximale Surfgeschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde ab Anfang 2023. Es profitieren allerdings nur außenliegende unversorgte Einzelgehöfte wie zum Beispiel Kagering und der nördliche Bereich des Ortsteils Unterach.

26 Haushalte können dann mit bis zu einem Gigabit pro Sekunde beim Herunterladen rechnen. Beim Heraufladen sind es bis zu 500 Megabit pro Sekunde. Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von zu Hause aus sei damit möglich, so die Telekom.

Die Firma wird im Rahmen des Ausbaus etwa acht Kilometer Glasfaserkabel verlegen und neue Glasfaser-Netzverteiler aufstellen. Die Leitung geht direkt ins Haus, die Signale werden optisch übertragen. Rehlings Bürgermeister Alfred Rappel ist froh: „Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil für unsere Gemeinde und steigert den Wert jeder einzelnen Immobilie“, sagte er bei der Vertragsunterzeichnung.

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Ralf Niepel, Regionalmanager der Telekom, freute sich, „dass wir mit unserem Angebot die Gemeinde überzeugen konnten.“ Viele Alternativen hatte die Gemeinde allerdings nicht, denn bis zum Ende der Ausschreibung im August 2018 war nur ein Angebot fristgerecht eingegangen: das der Telekom. Bei diesem wurde die von der Gemeinde anvisierte Wirtschaftlichkeitslücke von 300000 Euro um mehr als 65000 Euro überstiegen. Der Eigenanteil der Gemeinde (20 Prozent der Kosten) erhöhte sich damit um etwa 13000 Euro auf rund 73000 Euro. Im Gemeinderat war auch diskutiert worden, ob das Angebot im Verhältnis zu den wenigen erschlossenen Grundstücken nicht doch sehr teuer sei. Damals wurde vermutet, dass nicht alle das Angebot nutzen werden. Die Kläranlage der Gemeinde und auch Kagering würden von dem Ausbau aber sicher profitieren, hieß es in der Sitzung im September 2018. Deshalb entschied der Gemeinderat sich schließlich einstimmig für das Angebot der Telekom.

Die Telekombeginnt nun mit der Feinplanung für den Ausbau. Parallel wird eine Tiefbau-Firma ausgewählt, Material bestellt und es werden Baugenehmigungen eingeholt. Sobald alle Leitungen verlegt und alle Verteiler aufgestellt sind, erfolgt die Anbindung ans Netz der Telekom. Anschließend können die Kunden die neuen Anschlusse buchen. Damit die Telekom Glasfaser ausbauen kann, müssen die Immobilienbesitzer mitmachen. Regionalmanager Ralf Niepel erklärte: Für den Anschluss an das schnelle Netz brauchen wir eine Einverständniserklärung mit Unterschrift des Eigentümers. Sonst dürfen wir sein Haus nicht mit Glasfaser anschließen.“ Die Telekom kontaktiert deshalb die Eigentümer, sobald die Kommune die Kontaktdaten weitergegeben hat. (kabe)

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