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11.02.2015

Turnhalle in Bergen: DJK und TSV planen Bürgerbegehren

Die Realschule in Bergen bekommt eine neue Sporthalle. TSV Mühlhausen und DJK Gebenhofen-Anwalting wünschen sich eine wettkampftaugliche Halle
Bild: Foto: Erich Echter

Sportvereine aus Gebenhofen-Anwalting und Mühlhausen wollen doch eine größere Sporthalle durchsetzen. Doch was sagt der Landkreis dazu?

Mit der Turnhallen-Entscheidung des Affinger Gemeinderates wollen sich die DJK Gebenhofen-Anwalting und der TSV Mühlhausen nicht zufrieden geben. DJK-Vorsitzender Josef Mollenhauer bestätigte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Vereine gemeinsam ein Bürgerbegehren planen. Ziel ist es, doch noch eine wettkampftaugliche Turnhalle an der Realschule in Bergen durchzusetzen. Doch ist das überhaupt möglich, nachdem nicht die Gemeinde, sondern der Landkreis Bauherr ist?

Am Montagabend trafen sich laut Mollenhauer rund 30 Leute im DJK-Sportheim in Gebenhofen, darunter Vereinsvertreter und örtliche Gemeinderäte. Das Ergebnis: „Wir versuchen jetzt ein Bürgerbegehren.“ Mollenhauer begründet: „Vor allem für die Kinder machen wir das.“ Die Mehrkosten von rund 800000 Euro für die wettkampftaugliche Doppelhalle gegenüber der kleineren Zweifachhalle, für die die Gemeinde 1,6 Millionen Euro aufbringen muss, halten die Initiatoren für gut investiert. Auf 50 Jahre gerechnet, „ist das ja nichts“, sagt der DJK-Chef auch mit Blick auf die günstige Zinslage. Bald soll es an die Unterschriftensammlung gehen. Laut Mollenhauer steht auch der TSV Mühlhausen dahinter. Dessen Vorsitzender war gestern nicht erreichbar. Der FC Affing sitzt nicht im Boot. Dort gilt laut zweitem Vorsitzenden Michael Bichlmeier ein Vorstandsbeschluss, wonach man mit der kleinen Lösung leben kann. „Für uns ist das Thema durch“, so Bichlmeier.

Ein Bürgerbegehren ist die Vorstufe eines Bürgerentscheides. Im Fall Affing müssten die Initiatoren die Unterschriften von zehn Prozent der Wahlberechtigten, also von rund 420 Bürgern, zusammenbringen. Damit könnten sie einen Entscheid durchsetzen. Das bedeutet: Die Affinger würden dann in einem Wahlgang entscheiden, welche Turnhalle gebaut werden soll. Wie berichtet, hat sich der Gemeinderat mit dem denkbar knappen Ergebnis von 10:10 Stimmen für die kleine Variante entschieden

Sollten TSV und DJK ihren größeren Hallenwunsch auf diesem Wege durchsetzen, blieben dennoch viele Fragezeichen. Denn Bauherr ist der Landkreis, nicht die Gemeinde. Diese besondere Konstellation mache die Angelegenheit schwierig, erklärt Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamtes. Die Frist für die Gemeinde Affing, sich zu erklären, ist längst abgelaufen, die Hochbauabteilung plane bereits. Denn eigentlich soll 2016 gebaut werden. Eine Bürgerbeteiligung würde die Realisierung auf Monate hinaus verzögern. Rein rechtlich sei das Ergebnis eines Bürgerentscheids grundsätzlich zulässig, „so lange noch keine rechtlichen Verpflichtungen bestehen“. Was in diesem Fall zutrifft, konnte gestern im Landratsamt nicht auf die Schnell geklärt werden. Letztlich aber könnte es auf eine politische Entscheidung hinauslaufen, so Müller.

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