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Inchenhofen-Sainbach

22.05.2019

Unerklärliche Schmerzen: Wie die Menschen Tina Wittmeir helfen wollen

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Das Lachen fällt Tina Wittmeir aus dem Inchenhofener Ortsteil Sainbach nicht immer leicht. Sie leidet unter starken Gelenkschmerzen. Aber viele unserer Leser wollen ihr helfen.
Bild: Evelin Grauer

Plus Tina Wittmeir leidet an starken Gelenkschmerzen. Nach dem Bericht unserer Redaktion hat die Sainbacherin viele Tipps bekommen, auch über Facebook.

Die Hoffnung ist groß bei Tina Wittmeir. „Da ist bestimmt was dabei, das mir helfen kann“, sagt sie über die vielen Tipps und Adressen, die sie von unseren Lesern bekommen hat. Vor etwa einem Monat haben wir über die 34-Jährige aus dem Inchenhofener Ortsteil Sainbach berichtet. Seit der Geburt ihrer zweiten Tochter Julia leidet sie unter extremen Gelenkschmerzen. Oft tut ihr jede Bewegung weh und sie kann sich kaum mehr rühren. Manchmal fühlt sie sich wie gelähmt.

Wie berichtet, hat Tina Wittmeir unzählige Ärzte aufgesucht, um die Ursache für ihre Schmerzen zu finden, aber keiner konnte ihr wirklich helfen. Da bei einer Blutabnahme festgestellt wurde, dass ihr Rheumafaktor sehr hoch ist, gilt sie als rheumakrank. Auch weil die Behandlung nicht richtig anschlägt, zweifelt die zweifache Mutter an der Diagnose. Daher hoffte sie, über unseren Artikel hilfsbereite Menschen zu finden, die neue Ideen haben.

Auch auf Facebook bekommt sie viele Nachrichten

Und sie wurde nicht enttäuscht. „Wahnsinn, wie viele Leute sich gemeldet haben“, sagt Tina Wittmeir begeistert. Allein über Facebook erreichten sie etwa 25 Nachrichten. Aber auch zahlreiche Anrufe und persönliche Gespräche folgten auf den Artikel. Bei unserer Zeitung gingen und gehen ebenfalls viele Mails, Kommentare und Anrufe ein. Die Leser versorgen die 34-Jährige nicht nur mit neuen Adressen von Ärzten oder Heilpraktikern, sondern bieten ihr zum Teil auch Hilfe für den Alltag an.

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Tina Wittmeir ist bereits dabei, alle für sie nützlichen Hinweise abzuarbeiten. Sie hat eine Prioritätenliste erstellt, nach der sie vorgeht. Derzeit lässt sie prüfen, ob sie eventuell an der Autoimmunkrankheit Morbus Bechterew leidet. Dabei handelt es sich um eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die starke Schmerzen in den Gelenken auslöst, auch im Brustkorb. Ein Mann aus Augsburg, der diese Krankheit hat, hatte sich bei der Sainbacherin gemeldet und berichtet, dass er sich selbst in dem Artikel wiedererkannt habe. Der Mann machte ihr auch Hoffnung, was die Linderung der Schmerzen angeht. Wie er erzählte, besucht er im Rhythmus von ein bis zwei Jahren den Gasteiner Heilstollen in Österreich und ist dann beschwerdefrei. Unter anderem rheumatisch-entzündliche Erkrankungen werden in dem Stollen mit einer Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit, Wärme und Radon behandelt. Dem natürlich radioaktiven Gas werden in niedriger Dosis entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekte nachgesagt. Da Tina Wittmeir diese Therapieform gerne ausprobieren würde, überlegen sie und ihr Mann, ihren Sommerurlaub mit den Kindern in Bad Gastein zu verbringen.

Das Spielen mit ihren Kindern macht Tina Wittmeir aus dem Inchenhofener Ortsteil Sainbach unheimlich viel Spaß. Allerdings kostet es auch viel Kraft, weil die 34-Jährige unter starken Gelenkschmerzen leidet.
Bild: Foto: Evelin Grauer

Unerklärliche Schmerzen: Was sind die Ursachen?

Doch sie „experimentiert“ weiter in alle Richtungen. Auch eine Frau, die nach eigenen Angaben Energien wieder freisetzen kann, hat sie bereits getroffen. Mit welchem Erfolg, steht noch nicht endgültig fest. Einige Krankheiten, die von unseren Lesern ins Spiel gebracht wurden, kann die 34-Jährige ausschließen, weil es bei ihr keine Hinweise darauf gibt. Dazu gehören die durch Zecken übertragene Borreliose, die Knochenschwund-Krankheit Osteoporose oder Weichteilrheuma.

Auch eine Geistheilerin würde gerne ihre Dienste anbieten. Tina Wittmeir ist durchaus offen für diese unkonventionelle Therapieform. „Gerade, wenn die Schulmedizin nicht mehr weiter weiß“, müssten solche Konzepte ausprobiert werden. Die Sainbacherin will aber nicht zu viel auf einmal versuchen und will die Geistheilerin eventuell zu einem späteren Zeitpunkt kontaktieren.

Einige Menschen, die sich gerührt haben, wollten einfach nur kundtun, dass sie mit Tina Wittmeir mitfühlen und ihr die Daumen drücken, dass sie wieder gesund wird. Manche Schreiber oder Anrufer haben selbst unerklärliche Schmerzen und wollten sich mit ihr austauschen. Auch das hilft der Sainbacherin, weil sie sieht, dass sie nicht allein ist. Demnächst trifft sie sich in Augsburg mit einer Frau, die ebenfalls seit der Geburt ihres zweiten Kindes ein ähnliches Leiden hat.

Noch ist also völlig offen, ob der richtige Tipp für die 34-Jährige dabei war. Sie glaubt aber fest daran.

Lesen Sie dazu auch diesen Kommentar: Nicht geheilt, aber voller Hoffnung

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