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Gemeinderat

18.07.2018

Unternbacher können aufatmen: Flugspan bald weg

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Holzspäne sollen im Unterbernhacher Holzwerk lkünftieug nur nch in Silos gelagert werden. Symbolbild
Bild: Jens Büttner dpa

Die Firma Pfeifer Holzbau plant neue Silos in dem Kühbacher Ortsteil für die bisher frei gelagerten Späne. Eine Ausnahme gibt es allerdings

Kühbach Einigen Ärger mit den Anwohnern aus dem Weg räumen sollen die aktuellen Investitionen der Firma Pfeifer Holz im Kühbacher Ortsteil Unterbernbach. Das erhofft sich jedenfalls Bürgermeister Johann Lotterschmid von den geplanten Baumaßnahmen, wie er am Dienstag im Gemeinderat sagte. Die bisher freigelagerten Späne sollen nun in Silos kommen. Dann werde der viel kritisierte Flugspan kein Thema mehr sein, war Lotterschmid zuversichtlich.

Was genau der holzverarbeitende Betrieb plant, stellte Werkleiter Andreas Schmid vor. Danach soll im nördlichen Teil des Firmengeländes eines der drei bestehenden Silos abgerissen und durch ein neues in gleicher Größe ersetzt werden. Insgesamt plant Pfeifer, ein Trocken- und zwei Nass-Spansilos zu bauen.

Die zusätzlichen Silos sind so konzipiert, dass sie die 4000 Schüttmeter Holzspäne, die bisher auf einer Freifläche gelagert werden, fassen können. Das Außenlager wird damit also eigentlich hinfällig. Ausnahmsweise wird Pfeifer darauf zurückgreifen. Und zwar, wie der Werkleiter erklärt: „Nur wenn die Technik ausfallen sollte, kann es sein, dass hier etwas gelagert wird.“ Sprich, im Falle einer Havarie sollen dann hier 1500 Schüttmeter zwischengelagert werden, um eine Schicht überbrücken zu können. In den vergangenen drei Jahren sei es bisher aber nur etwa vier Mal vorgekommen, dass die Technik für einige Minuten ausfiel, sagte Schmidt.

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Kompliziert dürfte es werden, den Lagerplatz einzuhausen, sagte der Werkleiter zu einer Anregung von Manfred Felber. Schmidt erklärte, warum: „Wenn wir das komplett zumachen, wird es zu einem Engpass, um mit den Lastwagen in die Werkstatt rein und raus zu kommen.“ Sein Vorschlag: „Sehen, wenn alles fertig ist, wie es sich entwickelt.“Anstelle einer Halle könnte sich der Werkleiter zum Beispiel eine Überdachung des Lagerplatzes vorstellen.

Außerdem will Pfeifer ein Gebäude mit Hochregal für Ersatzteile bauen und eine Absauganlage für die Spanklotzfertigung, einschließlich Hallenbelüftung und -heizung. Die bisherige Belüftungsanlage sei von der Technik her total überholt, erklärte Schmidt. Sie wird komplett demontiert und die neue Anlage auf die andere Seite der Halle aufgebaut. Dadurch könne die Wärme der Hydraulikanlage zum Heizen verwendet werden, so der Werkleiter. Er versicherte: „Alles, was Richtung Lärmminderung geht, haben wir berücksichtigt.“ Insgesamt wird die Lärmbelastung laut Lärmkataster zwar um 0,8 Dezibel steigen. Sie sei damit aber immer noch innerhalb der zulässigen Werte.

Peter Mayr sagte zum Werkleiter in puncto Außenlager: „Wir nehmen Sie beim Wort, dass der Haufen jetzt weg ist und nur in äußersten Ausnahmefällen noch etwas dort liegt.“ Die Firma investiere mehrere Millionen, antwortete Schmidt. „Das Geld würden wir nicht in die Hand nehmen, wenn wir nicht überzeugt wären, dass es etwas bringt.“ Der Gemeinderat stimmte den geplanten Bauvorhaben einstimmig zu.

Feiern am Badesee So viele Schüler wie noch nie feierten laut Bürgermeister Lotterschmid heuer am Radersdorfer See ihren Schulabschluss: „Es war Hochbetrieb.“ Anders als in den Vorjahren gab es diesmal jedoch keinen Müll, keine Verschmutzung und auch sonst keine Klagen, weil die Gemeinde einen Sicherheitsdienst beauftragt hatte. „Das hat hervorragend geklappt“, war Lotterschmid zufrieden. Für das kommende Jahr plant er erneut den Einsatz eines Sicherheitsdienstes. Die Kosten in Höhe von 2100 Euro seien deutlich niedriger, als der Schaden, den die feiernden Schüler im vergangenen Jahr verursacht hatten, sagte er.

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