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Aichach

11.10.2019

Verein Lebenshilfe plant zwei große Bauprojekte

Die Lebenshilfe im Landkreis Aichach-Friedberg hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Elisabethschule in Aichach zu erweitern.
Bild: Alice Lauria

Der Verein will die Elisabethschule erweitern und hofft auf einen Baubeginn 2020. Außerdem soll ein Neubau für das ambulant unterstützte Wohnen entstehen.

Das große Zukunftsprojekt der Lebenshilfe im Landkreis ist die Erweiterung der Elisabethschule. Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag sprach Vorsitzender Herbert Behmenburg noch ein weiteres großes Bauprojekt an. Die Lebenshilfe plant, in der Wallbergstraße in Aichach Wohnplätze für das ambulant unterstützte Wohnen von geistig behinderten Menschen zu schaffen. Schon im kommenden Jahr soll der Neubau realisiert werden. Um die finanziellen Herausforderungen stemmen zu können, will der Verein größere Spenden generieren.

Die Erweiterung der Schule läuft bereits. Anfang des Jahres sei das vorgeschriebene Vergabeverfahren für die Architekten- und Ingenieurleistungen durchgeführt worden, berichtete der Vorsitzende. In der Zwischenzeit stellten die Architekten schon die ersten Entwürfe vor und besprachen sie mit Vertretern der Lebenshilfe.

Sobald die endgültige Fassung und die Kostenschätzung vorliegen, steht ein Beschluss des Vorstandes an. Anschließend wird das Vorhaben mit der Regierung von Schwaben abgestimmt. Behmenburg hofft, dass dies noch heuer oder spätestens Anfang kommenden Jahres sein wird. „Unser Ziel ist es, mit den Bauarbeiten im Laufe des kommenden Jahres beginnen zu können.“

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Lebenshilfe: Das ist alles in Aichach geplant

Vier schulvorbereitende Gruppen und 15 Klassen sind in diesem Schuljahr an der Elisabethschule. Eine Klasse wird als Partnerklasse an der Grundschule Kühbach und eine weitere an der Mittelschule Hollenbach geführt. Diese würden sehr gut laufen und hätten sich bestens bewährt, freute sich Behmenburg. Klaus Steinhardt, der neue Schulleiter der Elisabethschule, will sich in diesem Jahr vor allem mit der Schule vertraut machen.

In der Sonderpädagogischen Tagesstätte gab es einige Veränderungen. Seit September vergangenen Jahres hat die zehnköpfige Gruppe L-Minis ein neues Zuhause in den Räumen der Edith-Stein-Schule. Wegen der großen Nachfrage wurde im September eine zweite Gruppe eröffnet, ebenfalls in der Edith-Stein-Schule. Aktuell werden 16 Vorschulkinder in zwei Gruppen mit je acht Kindern betreut.

Leicht gestiegen ist die Belegung in der Heilpädagogischen Tagesstätte. Die 119 Kinder (Vorjahr 111) werden aktuell in 13 Gruppen geführt. Das Verfahren für die Erteilung einer neuen Betriebserlaubnis der Tagesstätte werde voraussichtlich in den nächsten Monaten abgeschlossen, sagte der Vorsitzende.

Neuaufnahmen gab es auch bei der Tagesbetreuung von Menschen aus dem Autismusspektrum. Die Lebenshilfe gab deshalb das Haus in der Ludwigstraße auf und mietete zwei Doppelhaushälften in Aichach neu an. Der Vorsitzende weiter: „Es zeichnet sich aber schon ab, dass auch diese Kapazitäten bald erschöpft sein werden.“ Ab Anfang 2020 hat die Lebenshilfe ein Haus in Ecknach angemietet. Damit würden sie Kapazitäten für die kommenden Jahre bieten können, so der Vorsitzende.

Das hat es mit dem Neubau an der Wallbergstraße auf sich

Im kommenden Jahr will die Lebenshilfe noch ein zweites großes Bauprojekt realisieren: Wohnplätze für das ambulant unterstützte Wohnen von geistig behinderten Menschen. Der Bereich wachse langsam, aber stetig, sagte Behmenburg. „Problematisch ist hier vor allem, bezahlbaren Wohnraum zu finden.“ Von der Stadt Aichach kaufte die Lebenshilfe ein Grundstück in der Wallbergstraße. Hier soll ein Neubau entstehen.

Finanziell steht die Lebenshilfe laut dem Bericht von Geschäftsführer Konrad Schwegler „auf soliden finanziellen Beinen“. Erstmals seit Jahren konnten im vergangenen Jahr sogar rund 30000 Euro den Rücklagen zugeführt werden. Der Vorsitzende sagte dazu, wenn er an die beiden großen Bauprojekte denke, verspüre er angesichts der Finanzierung ein „Kribbeln“. Größere Spenden sollen deshalb generiert werden.

Außerdem appellierte Behmenburg an die Gerichte, die Lebenshilfe „wieder verstärkt mit Bußgeldern zu bedenken“. Sie seien eine wichtige finanzielle Unterstützung.

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