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29.11.2007

Viel Raum zum Essen, Lernen und für die Musik

Nach über einem Jahr Bauzeit ist es geschafft: Der Erweiterungsbau des Deutschherren-Gymnasiums Aichach ist fertig. Gestern wurde das drei Millionen Euro teure Gebäude eingeweiht. 14 neue Räume stehen der Schule nun zur Verfügung. Der größte ist die Aula, die per Trennwand in Speisesaal und Pausenraum geteilt werden kann.

Vor vier Jahren wurde in einer Hauruck-Aktion das achtjährige Gymnasium (G8) in Bayern eingeführt. Die Schulen mussten danach die Weichen für Mittagsverpflegung und Nachmittagsbetreuung stellen. "Der Landkreis Aichach-Friedberg war einer der ersten, der den Planungsauftrag erteilt hat", so Landrat Christian Knauer vor den versammelten Kreis- und Stadträten, Bürgermeistern, Schulleitern, Mitarbeitern des Landratsamtes, Lehrern und Schülern.

Letztere gaben mit anspruchsvollen musikalischen Einlagen einen Vorgeschmack auf künftige Veranstaltungen in der neuen Aula. Diese sollen aber keine Konkurrenz zum Pfarrzentrum oder zur TSV-Halle sein, wie Knauer betonte. Für hochkarätige Konzerte mit professionellen Musikgruppierungen hat die Schule auch einen Flügel erhalten, den die Stadt Aichach (10 000 Euro) und die Stadtsparkasse finanziell unterstützten. Musisch-künstlerische und viele weitere Aktivitäten haben an der Schule nun eine neue Heimat.

Im Erdgeschoss wurden neben Aula und Verteilerküche ein Proberaum, ein Requisitenraum und eine Umkleide gebaut. Im ersten Stock wurden ein Leseraum, Internetcafé, Schülermitverwaltung und Schülerzeitung, Haustechnik und die Hausaufgabenbetreuung untergebracht.

Viel Raum zum Essen, Lernen und für die Musik

Direktor Gerhard Haunschild dankte den Kreisräten für deren politische Unterstützung. Anfangs hatten sie gehofft, dass der Freistaat nach dem Konnexitätsprinzip ("Wer zahlt, schafft an") mehr Kosten für den Bau übernimmt. Am Ende aber musste der Landkreis doch eine halbe Million Euro tragen. Dennoch stimmte eine Mehrheit der Kreisräte für den Bau. Die Nutzflächen aber wurden etwas abgespeckt.

Haunschild sprach Architekt Wolfgang Obel seine Anerkennung aus: "Die lichtdurchflutete Aula besticht durch eine angenehme Atmosphäre, was man auch daran sieht, dass die Schüler nach dem Essen gerne hier sitzen bleiben", so der Direktor. Auch Aichacher Hauptschüler kommen an vier Wochentagen zum Mittagessen ans Gymnasium. Haunschild legte den Politikern einen langen Wunschzettel unter den Weihnachtsbaum - darauf auch eine G8-verträgliche Schülerbeförderung.

Gedenken an verunglückte Arbeiter

Der Direktor erinnerte auch an die Bauarbeiter, die im Juni auf dem Heimweg von ihrer Arbeit am Erweiterungsbau des Gymnasiums verunglückten. Zwei von ihnen starben, einer überlebte schwer verletzt. Nach weiteren Grußworten von Bürgermeister Klaus Habermann und dem Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Schwaben, Hubert Lepperdinger, wies Elternbeiratsvorsitzende Berta Arzberger noch einmal ausführlich auf die Nachteile des G8 hin.

Beim Tag offenen Tür am Sonntag, 2. Dezember, können von 13 bis 15.30 Uhr die sanierten Räume am Deutschherren-Gymnasium und in der Wittelsbacher Realschule besichtigt werden.

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