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Landkreis Dachau

20.04.2020

Vier Tote bei Verkehrsunfällen im Jahr 2019

Betrunkenen Autofahrer hat die Polizei im Landkreis Dachau besonders im Visier.
Bild: Uli Deck/dpa (Symbolfoto)

Im Landkreis Dachau sind im Jahr 2019 vier Menschen auf den Straßen gestorben. Die Polizei will verstärkt Temposünder und betrunkene Fahrer ins Visier nehmen.

4814 Mal hat es im vergangenen Jahr auf den Straßen im Nachbarlandkreis Dachau gekracht. Unter dem Strich sind laut Unfallstatistik fünf Unfälle weniger passiert als 2018. Seit 2016 nahm die Zahl der Unfälle stetig ab. Außerdem wurden 628 Unfälle mit Verletzten gemeldet, also 20 weniger als noch vor einem Jahr. Trotzdem ließen 2019 vier Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Statistisch betrachtet sank die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle um 50 Prozent.

Unfallursache Rasen

Unfallursachen: Insgesamt war zu hohe Geschwindigkeit in 130 Fällen Ursache für einen Unfall im Landkreis Dachau. Dies ist ein Rückgang zum Vorjahr von fast vier Prozent. Die Polizei Dachau erklärt den Rückgang mit der konsequenten Überwachung durch die Kommunen, Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck und Polizeiinspektion Dachau. Dennoch wird bei einem der tödlichen Unfälle zu hohes Tempo als Ursache angenommen. Insgesamt wurden 86 Menschen bei Unfällen verletzt, bei denen ein Beteiligter zu schnell unterwegs war. Das Ergebnis will die Polizei zum Anlass nehmen, weiter konsequente Verkehrsüberwachung zu betreiben.

Alkohol: Auch Alkohol spielte im Straßenverkehr wieder eine Rolle. 67 Unfälle wurden mit betrunkenen Verkehrsteilnehmern erfasst. Bei diesen Unfällen wurden 36 Menschen verletzt und einer getötet. Die Zahlen liegen laut Polizei Dachau im Durchschnitt der vergangenen vier Jahre. „Alkoholsünder machen unsere Straßen unsicher“, heißt es hier. Bei insgesamt 217 Fahrern wurde 2019 ein Fahrverbot ausgesprochen, 107 mussten ihren Führerschein einziehen lassen. Alkoholverstöße werden auch 2020 konsequent verfolgt. Mit Verkehrskontrollen und Alkoholschwerpunkten sei zu rechnen, kündigte die Dachauer Polizei an.

Zahl der Wildunfälle steigt

Wildunfälle: Auffällig angestiegen ist die Zahl der Wildunfälle um fast elf Prozent. 2019 ereigneten sich insgesamt 1091 Unfälle mit Wildtieren. Im Stadtgebiet Dachau krachte es 1697 Mal. Das sind 44 Unfälle weniger als 2018. Es wurden 238 Menschen verletzt.

Wochentag Rein statistisch betrachtet empfiehlt sich die Fahrt in den Nachbarlandkreis Dachau eher an einem Sonntag als an einem Montag. Die Sonntagsfahrt ist sogar um 46 Prozent weniger gefährlich als die Montagsfahrt. An Sonntagen ereigneten sich hier im vergangenen Jahr 424 Unfälle, an Montagen 781.

Tageszeit: Die Hauptunfallzeit liegt zwischen 16 und 19 Uhr. Die nachlassende Konzentration nach einem anstrengenden Arbeitstag und das erhöhte Verkehrsaufkommen im Berufsverkehr werden als ausschlaggebende Gründe genannt.

Unfallschwerpunkte: Hauptunfallstrecke bleibt im Kreis Dachau die Staatsstraße 2047. Sie führt von Aichach-Klingen über Kleinberghofen nach Schwabhausen. Hier ereigneten sich auf 31 Kilometern Länge 305 Unfälle, bei denen 75 Menschen verletzt wurden. Auf der Staatsstraße 2339 passierten auf 19 Kilometern etwa zwischen Haimhausen, Dachau und Feldgeding 185 Unfälle mit insgesamt 37 Verletzten. Auf der Staatsstraße 2050, die von Schrobenhausen nach Indersdorf und weiter Richtung Dachau führt, kam es zu 129 Unfällen mit 37 Verletzten und einem Toten. Unfallträchtigste Bundesstraße war die B 304 zwischen Dachau und München. Hier kam es zu 154 Unfällen mit 29 Verletzten.

Schulwegunfälle: 2019 sind neun Kinder auf ihrem Schulweg verletzt worden. 2018 waren es 23.

Tödliche Unfälle 2019

Odelzhausen Unfall mit einem Motorradfahrer auf der Staatsstraße 2051 zwischen Odelzhausen und Wiedenzhausen am 7. Juni, Ursache laut Polizei überhöhte Geschwindigkeit.

Markt Indersdorf: Unfall mit einem Autofahrer auf der Arnbacher Straße im Ortsteil Karpfhofen (Markt Indersdorf) am 4. Februar, Ursache laut Polizei Einfahren in Gleisanlage trotz geschlossener Schranke und Rotlicht.

Markt Indersdorf: Unfall mit einer Autofahrerin auf der Staatsstraße 2050 zwischen Indersdorf und Niederroth am 12. Juni, Ursache laut Polizei Abkommen von der Straße, Auto brannte aus.

Haimhausen: Unfall mit einem Fußgänger auf der B 13 auf Höhe der Abzweigung zur Staatsstraße 2339 am 28. Januar, Ursache laut Polizei: Fußgänger ging alkoholisiert bei Dunkelheit über die Straße und wurde von einem Auto erfasst. (AZ)

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