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Dachau

13.08.2019

Volksfest Dachau: Wo die Maß nicht nur süffig, sondern auch günstig ist

Die Maß Festbier kostet beim Volksfest in Dachau 6,30 Euro.
Bild: Silvio Wyszengrad (Symbol)

In Dachau findet gerade das Volksfest statt. Warum ein konkurrenzloser Preis nicht nur viele Münchner derzeit in die Nachbarstadt Dachau lockt.

Nicht nur in München gibt es eine Wiesn – auch die Nachbarstadt Dachau hat eine. Und die Ludwig-Thoma-Wiese ist derzeit gut besucht. Seit dem Wochenende und bis Montag, 19. August, ist dort Volksfestzeit. Mittelpunkt ist das große Festzelt mit 4000 Plätzen. Dazu kommen weitere kleinere Zelte. Geöffnet ist täglich von 10 bis 24 Uhr. Jedes Jahr zieht das Fest rund 300.000 Besucher an. Viele davon aus der Millionenstadt.

Volksfest Dachau: deutschlandweit die günstigste Maß?

Ein Grund: Die Maß Festbier kostet 6,30 Euro. Damit ist der Preis im Vergleich zum vergangenen Jahr zwar um 20 Cent gestiegen. 2018 wurde erstmals die Sechs-Euro-Marke geknackt. Dennoch ist das vergleichsweise wenig und gilt als der mit Abstand günstigste Bierpreis auf einem bayerischen Volksfest und über den Freistaat hinaus – manche sagen sogar deutschlandweit.

Vor 30 Jahren (damals 3,75 Mark) war sogar die Rede vom günstigsten Volksfest der Welt, später wurde dann auf Europa abgespeckt. Der nahe liegende Vergleich: Beim Münchner Oktoberfest haben die Preise für eine Maß die Elf-Euro-Grenze schon lange überschritten. Höchstpreis 2019: 11,80 Euro. In Aichach kostete der Liter heuer auf dem Volksfest im Juli 7,90 Euro. In Friedberg wird aktuell für 9,10 Euro eine Maß eingeschenkt. Beim Brauereifest in Baar legten die Besucher dagegen 6,80 Euro auf die Biertischgarnitur.

Mehr zu tun für die Polizei in der Volksfestzeit

Und was steckt hinter dem günstigen Bierpreis in Dachau? Ein Konzept, das seit 1970 durchgezogen wird. Die Stadt stellt das Festzelt und vergibt die Bewirtung an einen Dachauer Wirt für zwei Jahre. Den Zuschlag bekommt der Gastronom, der sich mit dem niedrigsten Bierpreis bewirbt und der Stadt für das ausgeschenkte Bier am meisten abgibt. Die Wirte verdienen an der Maß weniger, verkaufen aber bei großem Besucherandrang mehr und haben dazu auch die Einnahmen aus den Essen. Allerdings hat die Polizei in der Volksfestzeit mehr zu tun und verschärft die Kontrollen. Für die Münchner kein Problem: Sie fahren meist mit der S-Bahn zum Volksfestbesuch in die Nachbarstadt. (cli)

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