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Kultur-Café

01.12.2017

Vom Leben als Autist

Aus den Büchern ihres Sohnes Raphael las Ulrike Müller jetzt im Aichacher Kultur-Café.
Bild: Helmut Beck

Lesung mit Raphael Müller in Aichach

Tief beeindruckt waren die rund 40 Besucher des jüngsten Kultur-Cafés in Aichach, als die Mutter von Raphael Müller einen Einblick in das besondere Leben ihres Sohnes gab. Raphael Müller ist durch einen vorgeburtlichen Schlaganfall Autist, kann nicht sprechen und ist schwerstbehindert auf den Rollstuhl angewiesen.

Der 18-jährige Raphael Müller ist, wie seine Mutter Ulrike Müller berichtete, hochbegabt und konnte dank des gestützten Schreibens Romane, Gedichte und Bücher wie „Ich fliege mit zerrissenen Flügeln“ schreiben. Den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten gewann er dieses Jahr bereits zum dritten Mal.

Raphael gestattete mit einer Lesung durch seine Mutter Ulrike Müller den Besuchern des Kultur-Cafés einen tiefen Einblick in sein besonderes Leben. Kulturreferent Helmut Beck zollte Anerkennung: „Mit der Veröffentlichung seiner Bücher lässt der Autor auch uns an seinem Leben und wie er damit umgeht teilhaben.“

Ulrike Müller las aus den verschiedenen Büchern ihres Sohnes, der auch mit seinem neuesten Buch „Osteraugen“ auf sich aufmerksam macht. Sie vermittelte so interessante Ausschnitte aus dem Leben des jungen Autors. Auch seine vertonten Liedtexte wurden zwischen der Lesung eingespielt. Mit einem Weihnachtsgedicht von ihm ging dieses letzte Kultur-Café im Jahre 2017 zu Ende.

Am 25. Februar startet das Kultur-Café mit dem evangelischen Kirchenchor ins Jahr 2018. (hbe)

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