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Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland
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03.06.2009

Von Hausexplosion bis Unwetter bei Rockkonzert

Aichach/Augsburg (AN) - Drei Tage lang übten 13 Aichacher Sanitäter den Ernstfall: Sie nahmen am "Fachdienstlager" der Sanitätsbereitschaften des schwäbischen Roten Kreuzes auf dem Gelände der ehemaligen Reese-Kaserne in Augsburg teil. Dabei handelt es sich um eine groß angelegte Katastrophenschutzübung. Zeitweise waren mehr als 500 Einsatzkräfte beteiligt. Die Sanitätsbereitschaft Aichach war mit ihrer "Schnelleinsatzgruppe" und ihrem Fachbereich "Technik und Sicherheit" dabei.

"Einsatz für die Schnelleinsatzgruppe Aichach" tönte es am Freitag gegen 16 Uhr durch die Funkmeldeempfänger der Aichacher - zugleich der Startschuss für das Fachdienstlager. In Marschformation eilte der komplette "Aichacher Zug" unter der Leitung des Zugführers und Bereitschaftsleiters Mario Pettinger nach Augsburg.

Übung mit 500 Rettern dauert drei Tage

Dort übten mehr als 500 Einsatzkräfte aus ganz Schwaben in Großübungen den Katastrophenfall. Einsatzszenarien waren ein Busunfall, eine Gebäudeexplosion oder ein Unwetter bei einem Rockkonzert mit zahlreichen teils schwer verletzten Personen und über 2000 zu betreuenden Veranstaltungsgästen. Professionelle Pyrotechniker sorgten für Knall- und Feuereffekte, die Mimen wurden vom Team der "Realistischen Unfalldarstellung" perfekt geschminkt.

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Die Herausforderung lag darin, zunächst die Infrastruktur für die Versorgung vieler Verletzter und die Betreuung Unverletzter zu schaffen. In unüberschaubaren und sich entwickelnden Schadenslagen müssen die Retter flexibel auf Vorgaben der Einsatzleitung reagieren.

Aber auch die Befriedigung von Grundbedürfnissen wie Trinken, Essen, Unterkunft für Unverletzte musste personell und organisatorisch gemeistert werden. Unabdingbar war eine lückenlose und fortlaufende Registrierung der Betroffenen, um Angehörigen frühzeitig mit Informationen dienen zu können.

Zudem wurden weitere "Spezialeinheiten" des Roten Kreuzes wie Hundestaffel, Wasseraufbereitungsanlagen zur Gewinnung von Trinkwasser, das Kriseninterventions-Team sowie das Team Stressbewältigung für Einsatzkräfte hinzugezogen. Alle Aufgaben wurden nach Auffassung der kritischen Schiedsrichter hervorragend gemeistert.

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