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Lesung

15.10.2017

Von der Geschichte im Kopf zum gedruckten Buch

Zu Familienlesungen kam die Autorin Brigitte Weninger nach Inchenhofen (Bild), Affing und Kühbach.
Bild: Claudia Mokosch

Brigitte Weninger ist mit ihren Erzählungen nicht nur über den Hasen Pauli zu Gast im Landkreis Aichach-Friedberg

Gleich dreimal war die Kufsteiner Autorin Brigitte Weninger mit ihren Pauligeschichten im Wittelsbacher Land zu hören. Nachdem sie in Affing und Kühbach in Kindergarten und Grundschule die Kinder begeistert hatte, kam sie am Nachmittag nach Inchenhofen in die Bücherei zur Familienlesung.

Die Geschichten des kleinen Hasen Pauli kann man mittlerweile in mehr als 40 Sprachen lesen. Dass dies manchmal ganz schön kompliziert sein kann, zeigt die Autorin den Kindern anhand einer chinesischen Buchausgabe. Die chinesische Sprache besitzt nämlich mehrere hundert Sprachzeichen und nicht nur 26 Buchstaben wie unser Alphabet. Gebannt lauschen die Kinder dann, wie sich im Band „Liebste Mama“ Pauli zusammen mit seinen vielen Geschwistern um gutes Benehmen bemüht. Mit Hilfe eines Buches lernen die Hasenkinder alle wichtigen Benimmregeln und beeindrucken damit ihre Mama am Muttertag, doch die hat so ihre Zweifel, ob diese dies auch an den anderen Tagen durchhalten können.

Aber die frühere Kindergartenpädagogin Weninger schreibt nicht nur Pauli-Geschichten. Mehr als 60 Kinderbücher hat sie bereits geschrieben. Ganz unterhaltsam erfahren die Zuhörer, für was „Ein kleiner roter Pullover“ bei den Tieren im Wald alles herhalten muss. Die Autorin ist dabei ganz nah an ihrem jungen Publikum und fordert sie mit Fragen und Impulsen immer wieder zum Mitdenken beim Vorlesen und Erzählen der Geschichte auf. Zum Schluss erklärt sie den Mamas, Omas und Kindern anschaulich, wie die Geschichten im Kopf zu Geschichten in einem gedruckten Buch werden und zeigt ihnen auch einen Druckbogen, auf dem alle Buchseiten noch ungeschnitten nebeneinander zu sehen sind. In Kühbach las Weninger auf Einladung der Gemeindebücherei St. Magnus vor den Viertklässlern der Grund- und Mittelschule – auch aus dem Kühbacher Sagen-Buch.

Bereits am Abend vor den Lesungen für die Kinder stellte Brigitte Weninger sich und ihre Arbeit zur Leseförderung den Büchereiteams und Pädagogen aus Affing, Kühbach und Inchenhofen in einem Vortrag vor. Nachdem sie 20 Jahre lang während ihrer Arbeit im Kindergarten viele Geschichten für sich und ihre Kinder dort verfasst hatte, ist sie nun bereits seit über zehn Jahren als Autorin tätig. Ein Bekannter ermutigte sie damals, ihre Geschichten bei einem Verlag einzureichen. Heute unterstützt sie ihren Sohn, der in Kufstein einen kleinen Buchladen betreibt, in dem man auch die kleinste Bühne Österreichs findet, auf der teils mehrmals im Monat Vorlese- und andere Aktionen stattfinden. Viele ihrer Konzepte zur Leseförderung hat Brigitte Weninger dort getestet, bevor sie damit in andere Einrichtungen geht. Als sie dann von den Leseaktionen auf dem Weihnachtsmarkt oder im Freibad berichtet, wird Weningers Begeisterung spürbar. Dass sie vor allem Kinder mit ihrer offenen, manchmal direkten Art in ihren Bann ziehen kann, bewies sie bei den Lesungen am folgenden Tag. (mit mz)

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