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Jahresauftakt

04.01.2020

Wachsender Egoismus gibt Anlass zur Sorge

Unter anderem stießen beim Neujahrsempfang auf ein erfolgreiches Jahr 2020 an (von links): Altomünsters Bürgermeister Anton Kerle, Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann, Pfarrer Michael Schönberger, Kaplan Johannes Huber, Pfarrer Karl Bartenschlager, Pastoralratsvorsitzender Xaver Storr, Diakon Ludwig Drexl und Klingens Pfarrgemeinderatsvorsitzende Christine Pettinger.
Bild: Markus Kreutmayr

Pfarreien Klingen, Mauerbach, Gallenbach und Thalhausen starten mit Neujahrsempfang ins Jahr 2020

Zum traditionellen Neujahrsempfang der Pfarreien Klingen, Mauerbach und Gallenbach (alle Stadt Aichach) und Thalhausen ( Altomünster im Kreis Dachau) waren etwa 60 Vertreter aus Kirche, Politik und Vereinen ins Bürgerhaus Klingen gekommen. Klingens Pfarrgemeinderatsvorsitzende Christine Pettinger begrüßte sie.

Pastoralratsvorsitzender Xaver Storr stellte fest, dass 2019 ein Jahr der großen – leider meist negativen – Schlagzeilen gewesen sei, sei es nun innerkirchlich oder auch in der Politik. Ein Patentrezept, um die vielfältigen Probleme des vergangenen Jahres zu lösen, gebe es nicht. Um so wichtiger sei es, im Wirkungskreis der vier Pfarreien einen lebendigen Glauben aufrechtzuerhalten. Dabei ist den Pfarreien die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen und auch von Senioren ein großes Anliegen. Daran schloss Storr den Dank an Pfarrer Schönberger und alle ehrenamtlich Tätigen an.

Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann äußerte in seinem Grußwort Sorge wegen des immer mehr aufkommenden Populismus und des um sich greifenden Egoismus. Dabei zeige sich immer wieder, dass alle profitieren könnten, wenn man das Selbsterreichte mit anderen teilt, betonte er. Der in den vier Pfarreien jährlich stattfindende Neujahrsempfang zeige zum Beispiel deutlich, wie Zusammenarbeit über Landkreis- und sogar Bezirksgrenzen hinaus funktionieren kann, so Habermann. Jedes Jahr kommt Altomünsters Bürgermeister Anton Kerle gerne zu dem Neujahrsempfang von Klingen, Mauerbach, Thalhausen und Gallenbach, wie er sagte. Er gab einen kurzen Überblick über die abgeschlossenen und noch laufenden Bauvorhaben der Gemeinde Altomünster. Nachdenklich machten auch ihn die von Bürgermeister Habermann angesprochenen Veränderungen in der Gesellschaft. Das Anspruchsdenken sei heutzutage zu hoch. Viele seien nicht mehr bereit, für das Gemeinwohl zu sorgen. Er sah dies als Herausforderung für die Zukunft. Wie Habermann betonte auch Kerle die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements. Er sehe dies als gutes Fundament für eine tragfähige Zukunft. In seinen Abschlussworten stellte Pfarrer Schönberger fest, wie wichtig die Kirche seit 2000 Jahren für die Gesellschaft ist, vor allem durch die Grundprinzipien Glaube, Liebe und Hoffnung. „Die Zuversicht für das neue Jahr gibt uns der Glaube“, sagte der Geistliche.

Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von Christine Pettinger und Lisa Mayr. (AN)

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