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Sielenbach

14.02.2020

Wärmenetz soll alle Haushalte in Sielenbach versorgen können

Die Gemeinde Sielenbach setzt auf erneuerbare Energie und möchte ihr Wärmenetz um eine Hackschnitzelheizung erweitern. Es könnten alle Haushalte der Gemeinde angeschlossen werden.
Bild: Marcus Merk (Symbolbild)

Plus Der Gemeinderat stimmt der Erweiterung des Wärmenetzes zu. Später sollen rund 700 Haushalte versorgt werden. Das Interesse im Ort ist riesig.

Dicht gedrängt saßen am Mittwoch die Besucher im Sitzungssaal der Gemeinde Sielenbach. Grund war vor allem ein Thema des Gemeinderats: die geplante Erweiterung von Wärmenetz Nummer vier mit einer Holzschnitzelanlage.

Ein Projekt, das in der Bevölkerung allem Anschein nach auf großes Interesse stößt und auch beim Gemeinderat gut ankam. Umgesetzt werden wird es frühestens 2021. Nach Abschluss können die rund 700 Haushalte der Gemeinde komplett über Wärmenetze versorgt werden.

Seit 2011 baut die Gemeinde kontinuierlich die Versorgung mit Nahwärme aus. Fast 80 Prozent der Anwohner in Tödtenried, Unter- und Oberhaslach schlossen sich damals an das Wärmenetz von Martin Finkenzeller an. Martin Echter, ein Namenskollege des Bürgermeisters aus dem Ortsteil Schafhausen, versorgt inzwischen Schafhausen, das Kloster Maria Birnbaum und das Gewerbegebiet mit Nahwärme. Es folgten Michael Lutz aus Raderstetten, die Familie Held aus Andersbach für den Bereich Sielenbach Nord-West und schließlich Josef und Michael Held für Sielenbach Süd-Ost.

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Info-Veranstaltung über neue Anlage geplant

Mit der Erweiterung ihres Wärmenetzes durch eine Hackschnitzel-Anlage will Familie Held aus Andersbach nun auch noch die Baugebiete „Am Weiherbach“, „Hochstraße“, „Am Burgstall“ und „Reutgasse“ versorgen. Für interessierte Anlieger plant der Investor eine Informationsveranstaltung.

Bürgermeister Martin Echter berichtete, dass er bisher von den Nutzern keine Beschwerden gehört habe. Im Gegenteil: „Die Leute sind begeistert.“ Ebenso wie Echter stand auch der restliche Gemeinderat hinter der Idee, das Wärmenetz zu erweitern.

In den nächsten Wochen wird die Gemeinde die Anlieger anschreiben. Interessenten können sich dann im Rathaus melden. Wie groß die Hackschnitzelanlage wird, hängt von der Zahl der Abnehmer ab. Frühestens 2021 beginne die Baumaßnahme, so der Investor.

Das Projekt, in das die Gemeinde selbst heuer das meiste Geld stecken wird, ist das neue Familiensozialwohnhaus. Im Haushaltsplan sind rund 900.000 Euro für Restzahlungen eingeplant. Dem stehen knapp 500.000 Euro Zuschuss gegenüber, die im Laufe des Jahres eingehen werden. Rund 1,4 Millionen Euro steckt die Gemeinde als Bauherr insgesamt in das Sozialwohnhaus. Vom Staat gibt es für das Projekt 30 Prozent Zuschuss.

Investitionsvolumen von 1,33 Millionen Euro

Beim Haushaltsplan stimmte der Gemeinderat einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 1,33 Millionen Euro zu. Darin enthalten sind unter anderem die Resterschließung mit Breitband (100.000 Euro), Kanalverlängerungen Weinberg-, Haupt- und Haslacher Straße (65.000 Euro), Neubau von zwei Brücken über Weiherbach und Siele (50.000 Euro) und eine öffentliche Toilette (20.000 Euro).

Deutlich schlechter als angenommen war die Bausubstanz einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle an der Dorfstraße in Tödtenried. Bei Abbrucharbeiten blieb nur ein Stück der Wand zur Staatsstraße hin stehen. Den Antrag zum Teilrückbau der Halle stellte der Gemeinderat zurück. Der Gedanke des Gremiums: Wird auch der letzte Mauerrest entfernt, wäre Platz für einen Gehweg. Die Überlegung: Zusammen mit einer Querungshilfe am Ortseingang würde das die Verkehrssicherheit erhöhen. Besonders im Hinblick auf die Schulkinder, die jeden Tag die Bushaltestelle in der Nähe nutzen. Das Gremium will sich mit dem Grundstücksbesitzer zusammensetzen.

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