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Gemeinderat

18.01.2020

Wall am Gewerbegebiet ist keine Dauerlösung

„Von einem genehmigten Bebauungsplan abzuweichen, wäre fatal.“Bei der Erweiterung des Gewerbegebiets in Sand wurde Oberboden abgetragen und zu einem Wall aufgeschüttet.

Anlieger im Todtenweiser Ortsteil Sand wollen, dass aufgeschüttetes Erdreich bleibt. Doch das würde hohe Kosten verursachen

Im Rahmen der archäologischen Ausgrabungen bei der Erweiterung des Gewerbegebiets in Sand musste Oberboden abgetragen werden. Daher entstand an der Ostseite ein Wall. Über dessen Zukunft wurde in der ersten Sitzung des Todtenweiser Gemeinderats im neuen Jahr gesprochen. Denn in der Zwischenzeit hätten Anlieger – so Bürgermeister Konrad Carl – durchaus Gefallen an dieser Veränderung im Gelände gefunden. Doch dem Wunsch, den Wall auf Dauer zu belassen, widersprach die komplette Runde. Michael Ostermair fehlte am Mittwochabend entschuldigt.

Einige Aspekte betonte Carl wiederholt: „Von einem genehmigten Bebauungsplan abzuweichen, wäre fatal.“ Schon allein deshalb, weil auf die Kommune zusätzliche Kosten zukommen würden. Der Abschluss der Arbeiten würde sich verzögern. Und außerdem würde der Wall Probleme bei den Grundstücksgeschäften nach sich ziehen. Michael Hofberger hatte sich vor Ort informiert, er argumentierte ähnlich: „Die Kosten sind immens.“ Man sollte nicht allein die Befestigung des Walls im Auge haben, sondern auch seine Pflege. Daher sei insgesamt mit einem sechsstelligen Euro-Betrag zu rechnen. Hofberger: „Der Käufer müsste das Ganze pflegen.“ Und mit einem Schuss Ironie fügte er hinzu: „Der ist mit Sicherheit begeistert davon.“

Die Sanierung der Sanitäranlagen in der Grundschule Todtenweis, die sich ohnehin verzögert hatte, soll nun in Angriff genommen werden. Bis zum 13. Januar konnten Angebote für diese Arbeiten abgegeben werden. Eine Entscheidung dazu erst bei der nächsten Sitzung des Gemeinderats am 12. Februar herbeizuführen, wurde als ungünstig eingestuft, weil dann den beteiligten Unternehmen zu wenig Zeit bliebe für die Maßnahme, die in den Faschingsferien vorgesehen ist. Franz Färber eröffnete die Diskussion: „Es ist richtig, dass das gemacht wird.“ Er hätte es aber begrüßt, wenn man die Sitzung vom Mittwoch um eine Woche nach hinten verschoben hätte: „Dann hätten wir alles da gehabt. Ich bin da nicht erfreut.“ Auf Vorschlag des Bürgermeisters einigte man sich auf folgende Regelung, die auch Färber mittrug: Der Bauausschuss, der keine beschließende Funktion an, wird die entsprechenden Unterlagen anschauen und dann entscheiden. Der Gemeinderat fasste dazu einen einstimmigen Vorratsbeschluss. Der Zuschlag soll jeweils an den wirtschaftlichsten Bieter gehen.

Wall am Gewerbegebiet ist keine Dauerlösung

In der Sitzung vom 30. September 2009 hatte der Gemeinderat von Todtenweis einen Essenzuschuss für die Kindertagesstätte Sankt Ulrich und Afra beschlossen. Nun wurde darüber debattiert, ob diese Leistung mit Wirkung zum 1. Februar eingestellt werden sollte. Zur Begründung hieß es, die Regierung von Schwaben würde ihre Unterstützung in diesem Bereich erhöhen. Am Ende aber war man sich einig: Es ändert sich nichts. Vor dem neuen Kindergartenjahr, das im September beginnt, wird man sich wohl noch mal mit der Angelegenheit befassen. Weil die Haushaltslage in Todtenweis wie berichtet angespannt ist, hatte die Kämmerei bei der Verwaltung in Aindling ein Einsparpotenzial gesehen. Es war von einem Betrag in einer Höhe von rund 7000 Euro im Jahr die Rede. Monika Schieferle erinnerte daran, dass die Kirchenstiftung Träger des Kindergartens sei; deren Defizit habe am Ende ohnehin die Kommune auszugleichen. Von einem „komplett falschen Zeichen“ sprach Michael Hofberger: „Das sind Peanuts.“ Angesichts von 135 Euro pro Woche handle es sich bei der Debatte um Zeitvergeudung. Konrad Carl wollte den Eindruck vermeiden, dass man den Eltern etwas wegnehmen wolle.

Thomas Eberle war am Weiher neben der Kläranlage unterwegs und sah dort Semmel und Brezen auf der Eisfläche liegen. In den Augen dieses Mitglieds des Gemeinderats sei das ein falsch verstandener Tierschutz. Denn gedacht sind die Essenswaren für Tiere, die unter dem Eis leben.

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