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Kinderbetreuung

14.10.2019

Walnussbaum ist erster Schritt zum naturnahen Garten

Beim Herbstfest des Kindergartens St. Peter und Paul pflanzten die Kinder einen Walnussbaum. Das soll der Startschuss zur Umgestaltung des Spielplatzes sein.
Bild: Erich Echter

Beim Herbstfest des Ecknacher Kindergartens St. Peter und Paul kritisiert die Kirchenverwaltung den Stadtrat und die Kindergartenreferentin. Sie hält an dem Projekt fest und lädt jetzt die Fraktionen ein

Beim Herbstfest des Ecknacher Kindergartens St. Peter und Paul standen die Natur und die geplante naturnahe Umgestaltung des Gartens im Vordergrund. In diesem Zusammenhang gab es Kritik an Stadträten und insbesondere an Kindergartenreferentin Dorothea Krammer.

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Beim Fest kamen die Kinder an mehren Stationen in Kontakt mit Mutter Erde. Für Kindergartenleiterin Andrea Pfister war der Höhepunkt des Festes eine Baumpflanzung. Diese sei zugleich der Startschuss zur Umgestaltung des Gartens in einen naturnahen Spielplatz, sagte sie: „Auch wenn die Gelder nicht so fließen.“

Hans Burgmair von der Kirchenverwaltung erläuterte den Eltern, dass der geplante naturnahe Spielplatz mehr hergeben solle als Schaukeln, Kletterwände, Rutschen und Sandkästen. Thema war auch die jüngste Finanzausschusssitzung des Aichacher Stadtrates. Wie berichtet, hat der Ausschuss noch nicht über einen beantragten Zuschuss von rund 92000 Euro für das Projekt entschieden. Hans Burgmair bedauerte, die Idee eines naturnahen Spielplatzes sei in der Sitzung gründlich zerpflückt worden. Nicht teilen konnte er die Meinung einiger Stadträte, man habe ja jede Menge Natur vor der Haustür. „Wenn diese Haustür aber zwei Kilometer weit weg ist, haben wir enorme Schwierigkeiten dorthin zu kommen“, gab er zu bedenken und sprach den erhöhten Personalaufwand an.

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Enttäuscht zeigte sich Hans Burgmair von Kindergartenreferentin Dorothea Krammer, die sich gegen einen Zuschuss in der beantragten Höhe ausgesprochen hatte, da man sich bei den städtischen Kindergärten nur auf das Notwendigste beschränke. Wie berichtet, konnte sie sich nur einen deutlich niedrigeren Zuschuss vorstellen. „Frau Kammer hat noch nie unser Kinderhaus besichtigt. Sie fand es auch nicht erforderlich, sich einmal vor dieser Sitzung über unser Vorhaben zu informieren“, kritisierte Burgmair die Referentin. Enttäuscht war er auch darüber, dass der bisherige Einsatz und das geplante Engagement beim Bau des Spielplatzes weder erwähnt noch gewürdigt worden seien. Dennoch kündigte Burgmair an: „Wir wollen unser Vorhaben nicht begraben – nein, jetzt erst recht.“

Der beantragte Zuschuss von 92000 Euro sei momentan nicht zu verwirklichen, so Burgmair. Dem Stadtrat will die Kirchenverwaltung nun vorschlagen, dass man vorerst nur Bauabschnitt 1 und 3, also die Blumenwiese hinter dem Kindergarten und den Spielplatz der neuen Krippe, in Angriff nehmen könnte. Um das Projekt vor Ort zu erläutern, will er die Stadtratsfraktionen einladen.

Zur Mithilfe bei der Umgestaltung des Spielplatzes sollen laut Hans Burgmair auch die Eltern und Großeltern der Kinder animiert werden. (ech)

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