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Stadtgeschichte

27.11.2018

Wappenstein an Aichachs Stadtplatz soll saniert werden

Diese Skizze aus dem Aichacher Stadtmuseum zeigt den Wappenstein an der Spitalkirche in Aichach.
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Diese Skizze aus dem Aichacher Stadtmuseum zeigt den Wappenstein an der Spitalkirche in Aichach.
Bild: Stadtmuseum Aichach

600 Jahre alter Gedenkstein an der Aichacher Spitalkirche erinnert an die Erweiterung der Stadtbefestigung. Das Denkmal soll dauerhaft geschützt werden.

600 Jahre alt ist ein besonderes Kulturdenkmal in Aichach: der Wappenstein an der Spitalkirche am Stadtplatz. Stadtrat Erich Echter (Christliche Wählergemeinschaft) hat nun den Antrag gestellt, den Wappenstein von 1418 zu restaurieren, wie er in einer Pressemitteilung schreibt.

Vor 600 Jahren ließ Herzog „Ludwig im Barte“, der heuer auch bei den Mittelalterlichen Markttagen die Hauptrolle spielte, die Aichacher Stadtbefestigung massiv ausbauen. Daran erinnert der Wappenstein an der Spitalkirche. Nachdem 2020 die Stadt Aichach mit Friedberg Ausrichter der Bayerischen Landesausstellung ist, sollte nicht nur die Obere Vorstadt herausgeputzt werden, findet Echter. „Ein Augenmerk soll auch auf unser 600 Jahre altes Kulturdenkmal, der Wappenstein an der Spitalkirche, gelegt werden.“

Der Wappenstein an der Westseite der Spitalkirche sei den Witterungs- und Umwelteinflüssen durch den Straßenverkehr so ausgesetzt wie kein anderer Stein. Daher seien die Schäden am Stein auch schon sehr groß.

Vom Farbschmuck ist nichts mehr erhalten

Die Wappensteine waren ursprünglich farbig gefasst, so Echter in seiner Pressemitteilung. Von diesem Farbschmuck sei im Gegensatz zu den Steinen von Friedberg und Schrobenhausen nichts mehr erhalten. Insgesamt sind laut Echter neun solcher Gedenksteine bekannt, die in der Zeit des Herzogtums Bayern-Ingolstadt errichtet wurden: Friedberg (1409), Lauingen (1413), Schrobenhausen (1414), Wasserburg, Kufstein (1415), Rain (1417), Aichach (1418), Schärding (1428), Ingolstadt (1438). Damit werde an bedeutende Ereignisse in dieser Zeit erinnert.

Die fünf Gedenksteine von Friedberg, Schrobenhausen, Wasserburg, Ingolstadt und Schärding wurden zu deren Schutz oft schon im 19. Jahrhundert in das Innere von Stadtpfarrkirchen gebracht, so Echter. Der Stein von Lauingen werde im geschützten Hof des Heimatmuseums bewahrt. Der Stein von Rain befinde sich zwar ebenfalls an der Außenwand der dortigen Spitalkirche, befinde sich jedoch in einer Seitengasse der Altstadt. Der Gedenkstein von Kufstein sei im 19. Jahrhundert zerstört worden, so dass noch acht Gedenksteine erhalten sind.

Zum Aichacher Wappenstein ist Echter der Auffassung: „Es ist dringend notwendig, dass Maßnahmen ergriffen werden um dieses fast 600 Jahre alte Kulturdenkmal zu schützen und zu erhalten.“ Welche das sein könnten – Schutzverglasung oder die Anfertigung eines Abgusses und Verlegen des Originals in einen Innenraum – sei von den Fachbehörden zu prüfen. (AN)

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