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Aichach

16.12.2019

Warum Deutschrapper Kollegah nicht im M-Eins vorbeikommt

Die Rapper Kollegah (links) und Farid Bang bekamen einen Echo. Die Aufregung darüber war nicht nur bei der Preis-Verleihung groß.
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Die Rapper Kollegah (links) und Farid Bang bekamen einen Echo. Die Aufregung darüber war nicht nur bei der Preis-Verleihung groß.
Bild: Britta Pedersen, dpa

Kurzfristig sagte Kollegah die geplante Releaseparty seines neuen Albums in der Aichacher Diskothek M-Eins ab. Der Rapper will den Termin aber nachholen.

Groß war die Vorfreude bei den Betreibern der Aichacher Diskothek M-Eins. Am Samstag hätte der ebenso bekannte wie umstrittene Deutsch-Rapper Kollegah in der Paarstadt sein neues Album „Alphagene II“ präsentieren sowie Foto- und Autogrammwünsche der Fans erfüllen sollen. Doch es kam anders.

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Kollegah macht Behörden für Absage verantwortlich

Um 18 Uhr kam am Samstag die Absage via Facebook. Auf seiner Seite teilte das M-Eins ein Video. Dort richtet sich Kollegah an die Aichacher Fans: „Leider haben wir sehr viele Steine in den Weg gelegt bekommen. Die wollen uns hier einfach nicht haben. Wir sind hier leider unerwünscht. Alle Behörden, Polizei etc. haben sich hier gegen uns gestellt, um die Auftritte zu verhindern.“

Warum Deutschrapper Kollegah nicht im M-Eins vorbeikommt

Genauer wird der Rapper nicht. Das M-Eins schreibt auf Facebook, dass Kollegah der Auftritt verboten wurde. Sonja Stöckl von der Polizeiinspektion Aichach sagte auf Nachfrage: „Wir wissen davon nichts. Es gab keinen Einsatz noch sonst etwas.“ Ursprünglich hätte Kollegah gegen 20 Uhr im Münchener Backstage ein Konzert geben sollen. Am Freitagabend sagten die Betreiber kurzfristig den Auftritt ab. Auch das geplante Ersatzkonzert im Münchner VIP-Club fand nicht statt. Der Deutschrapper macht die Münchner Polizei und die Stadt München verantwortlich. Der Veranstalter sei zu sehr unter Druck gesetzt worden, so die Begründung. Polizei und Stadt widersprachen dem.

Kollegah in Aichach: M-Eins-Betreiber meldet sich per Video

Dem 35-Jährigen wird Antisemitismus angesichts von Textzeilen wie „mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ vorgeworfen. 2018 gewann er mit Farid Bang den Echo, den deutschen Musikpreis für das beste Hip-Hop-Album. Im Anschluss hagelte es Kritik. Musiker gaben ihre Auszeichnungen zurück, der Echo wurde abgeschafft. Fabian Häberle, Betreiber des M-Eins, war für eine Stellungnahme am Sonntag nicht zu erreichen. Häberle meldete sich am Samstag per Facebook-Video zu Wort. Die Umstände könne er und auch Kollegah nicht beeinflussen. Häberle versprach aber, dass der Termin mit Kollegah 2020 nachgeholt wird.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Braucht Aichach den Rapper Kollegah? Nein! und den Artikel Konzert von Kollegah in München abgesagt - was macht das M-Eins?

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