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Gemeinderat

24.06.2017

Warum der Kindergarten in Rehling so teuer wird

Platz für spielende Kinder kostet viel Geld.

Bürgermeister Alfred Rappel räumt Fehler bei der Kommunikation ein und verweist auf die Vielzahl der Wünsche

Rehling Große Bauprojekte kosten am Ende nicht selten deutlich mehr als erste Schätzungen. Diese Erfahrung macht man in Rehling derzeit beim Kindergarten. Weil das Thema in der Bevölkerung debattiert wird und gelegentlich für Unmut sorgt, ging Bürgermeister Alfred Rappel in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstag darauf ein.

Er räumte ein, dass zunächst Zahlen zur Diskussion standen, die deutlich niedriger lagen. „Wir machen es größer“, gab Rappel zu bedenken, „die Wünsche werden mehr.“ Er räumte aber ein, dass die Kostensteigerung „vielleicht nicht gut genug“ von ihm kommuniziert worden sei. Die 5,3 Millionen Euro, die aktuell genannt werden, stellten trotz allem einen Sprung dar. Ursprünglich waren circa 3,5 bis vier Millionen Euro vorgesehen. Die Geschoßfläche beläuft sich nun auf knapp 2400 Quadratmeter. Für die Außenanlagen wird mit 289000 Euro kalkuliert und für die Planung mit 742000 Euro.

Treppe an Kläranlage Beim Bau der Kläranlage kommen auf die Gemeinde zusätzliche Kosten von 21534 Euro zu. Damit werden zwei Aufstiegstreppen mit Bedienpodest beim Schlammsilospeicher und beim Filtratspeicher finanziert. Allein Bernhard Jakob stimmte gegen diesen Antrag, Hubert Limmer und Silvia Huber fehlten entschuldigt. Nicht nur Anton Haberl stellte die kritische Frage: „Brauchen wir diese Treppe oder nicht?“ Er versicherte später, die 21500 Euro seien nicht unverschämt. Bislang waren an dieser Stelle Leitern vorgesehen. „Verantwortlich ist letztendlich die Gemeinde“, erklärte der Bürgermeister und machte sich mit Blick auf die Arbeitssicherheit stark für die aktuelle Lösung. Anton Rutka gab zu bedenken: „Sechs Meter ist schon eine Höhe.“ Rappel nahm die ausführende Firma in Schutz, die bei einem Gesamtauftrag von 3,5 Millionen Euro seiner Ansicht nach nicht darauf spekuliere, mit diesem Nachtragsangebot den finanziellen Ertrag zu steigern.

Voranfragen abgelehnt Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Gemeinderat gleich bei drei Bauvoranfragen seine Zustimmung versagt. Der Neubau eines Zweifamilienhauses mit Garage in der Nähe der Weinleite in Au wurde abgelehnt, weil sich der Platz „eindeutig“ im Außenbereich befindet. Klaus Jakob regte an, man sollte die Fläche für das Ökokataster vorsehen. Eine Anlage mit sechs Reihenhäusern in der Nähe der Bergstraße im Hauptort stieß aufgrund der „massiven Bebauung“ gleichfalls auf Ablehnung. Ob ein Einfamilienhaus Am Johannesfeld im Innen- oder im Außenbereich liegt, blieb offen. Das Projekt war vor vier Jahren schon einmal im Gemeinderat gescheitert; am Donnerstag mochte sich lediglich Anton Haberl damit anfreunden.

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