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Gemeinderat Rehling

27.01.2018

Was Rehling heuer anpacken will

Straßenschäden wie an der Hambergstraße in Richtung Hort sehen nach unzähligen Einbauten von Leitungen teilweise aus wie ein Fleckerlteppich. Das Bankett wird durch die schweren Fahrzeuge immer wieder in arge Mitleidenschaft gezogen.
Bild: Josef Abt

Die Kommune gibt insgesamt rund zehn Millionen Euro für die neue Kläranlage und das Kinderhaus aus. Gremium beschließt, welche Projekte noch angegangen werden. 

Rehling steht finanziell gut da – trotz des Neubaus der Kläranlage und des vorgesehenen Kinderhauses, das in der Endplanungsphase steht. Beide Vorhaben zusammen belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro – eine gewaltige Aufgabe für die Lechraingemeinde mit knapp 2600 Einwohnern.

Bürgermeister Alfred Rappel bekräftigte in der ersten Gemeinderatsitzung des neuen Jahres die gute finanzielle Situation, gerade auch im Hinblick auf das Rücklagenpolster. Heuer werden Ausgaben von rund 4,7 Millionen Euro fällig, dazu ist ein erster Kredit nötig. Wie Rappel auf Nachfrage mitteilte, wird heuer wohl nur ein Kredit von maximal 200000 Euro aufgenommen. Wegen der niedrigen Zinsen könne es aber sein, dass die Gemeinde heuer schon den Kredit aufnehme, den sie erst 2019 für den Kindergartenbau benötige. Im Haushaltsplan 2018 werde auf jeden Fall ein deutlich höherer Kredit von wohl zwei Millionen Euro eingestellt.

Aufgrund der immensen Ausgaben für Kläranlage und Kinderhaus müssen andere Projekte geprüft und notfalls verschoben werden. Darin waren sich alle einig. Was wann erledigt werden kann, hatten die Gemeinderäte Anfang Januar in einer Klausurtagung vorbesprochen. Jetzt wurde konkretisiert.

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Die Freiwillige Feuerwehr Rehling bekommt ein neues Mehrzweckfahrzeug. Das alte ist in die Jahre gekommen, die Ausstattung nicht mehr zeitgemäß. Laut Feuerwehr ist ein Preis von etwa 80000 Euro veranschlagt. Zu rechnen ist mit 15500 Euro staatlicher Förderung, zudem gibt es eine Zuwendung vom Feuerwehrverein. Da für die Klärung von Detailfragen einem Vorlauf von rund einem Jahr nötig ist, soll der Kauf laut Rappel heuer in die Wege geleitet werden.

Dieses Jahr soll außerdem das Ärztehaus an der Bergstraße einen neuen Anstrich bekommen, das Gleiche gilt für die Fenster am Rehlinger Rathaus und am alten Kinderhaus. All das wurde ohne Gegenstimme beschlossen. Als nächstes werden Angebote zu den Maßnahmen eingeholt.

Bis mindestens 2019 stellt die Gemeinde einige Maßnahmen im Straßen- und Wegebau zurück. Darunter fällt die Erneuerung der Hambergstraße in Richtung Hort ab der Abzweigung zum Buchenweg. Hier ist allerdings die Frage eines neuen Baugebietes an der Hambergstraße mit Kanalanbindung an die Straße offen. Trotz des schlechten Zustandes wird die auch durch Schwerlastverkehr von und zur Bauschuttdeponie und Sandgrube stark belastete Straße heuer nicht saniert. Sollte sich bis Anfang 2019 nichts ändern, wird neu entschieden.

Sieberweg in Unterach Gleiches gilt für den Sieberweg im Ortsteil Unterach ab der Straße „Am Mühlanger“ bis zur Kläranlage. Angedacht ist hier eine Straßensanierung mit Aufbringung einer Asphalt-Tragdeckschicht. Das kann aber erst nach Abschluss der Bauarbeiten an der Kläranlage passieren. Es sind noch genauere Untersuchungen der Straße erforderlich. Am Ende werden die Kosten über die Realisierung entscheidend.

Bauplätze „Am Grundfeld“ Für die Straße „Am Grundfeld“ (östlich Richtung Allmering) gibt es für die dortigen Baugrundstücke einen Bebauungsplan, der im Jahr 2000 in Kraft trat. Nun könnte die erstmalige Herstellung im Sinne des Erschließungsbeitragsrechts erfolgen. Es schreie zwar niemand nach einem Ausbau, so Rappel. Doch es gebe eine Frist einzuhalten. Die Sache werde weiter verfolgt.

Ausbau von Feldweg Keine Zustimmung gab es für den Antrag des Scheicherhofs auf Beteiligung der Gemeinde am Ausbau des Feldweges zum neuen Hühnerstall östlich von Allmering. „Da kommen dann zig Bezugsfälle, hier können wir nicht anfangen“, so der Tenor.

Straße wird nicht neu markiert Einige Dinge werden auf ungewisse Zeit zurückgestellt. Darunter eine neue Markierung der Gemeindeverbindungsstraße Allmering – Stotzard. Ein Bürger hatte moniert, der Mittelstreifen sei nur noch schwach erkennbar. Ein Angebot beläuft sich auf über 32000 Euro. Davon müsste Rehling, anteilig für die Straßenlänge auf eigener Gemeindeflur, rund zwei Drittel übernehmen. Das erschien den Gemeinderäten zu teuer.

Bubentoilette in Grundschule Zurückgestellt wird auch die Sanierung der Buben-Toilette im Kellergeschoss der Rehlinger Grundschule. Der Hauptgrund für die geplante Sanierung, das Geruchsproblem, hat sich fast erledigt, nachdem der Kanalablauf aus dem Gebäude erneuert worden ist. Ein Tausch der alten Fliesen nach Ansicht der Räte zu teuer und kann geschoben werden.

Im Rehlinger Gemeinderat notiert

Mast für Tetrafunk Viele Wortmeldungen hatte es bei der Bürgerversammlung zum Tetrafunkmast gegeben. Rappel erläuterte, sie könnten erst behandelt werden, wenn es einen konkreten Bauantrag gebe. Zudem solle der runde Tisch beim zuständigen Staatssekretär Gerhard Eck in München abgewartet werden. Rappel teilte mit, dass das Gespräch ursprünglich für Dienstag anberaumt war. Nun sagte Ecks Büro ab, weil der Politiker in den nächsten Tagen Innenminister Joachim Hermann vertreten muss, der zu Sondierungsgesprächen in Berlin weilt. Ein neuer Termin soll demnächst mitgeteilt werden.

Maschinen der Kläranlage Soll die Gemeinde die Maschinen der neuen Kläranlage versichern? Diese Frage stellte sich im Gemeinderat. Dabei geht es um Schäden, die über die normale Gerätegarantie hinaus gehen: sei es Blitzschlag, Überspannungsschutz, Grundwassereintritt und andere unvorhersehbare Ereignisse. Besonders die komplizierte Maschinen- und Elektroniktechnik schlägt mit rund 550000 Euro zu Buche. Die Gebäude der Kläranlage wurden laut Rappel bereits in die Kommunale Sachversicherung eingeschlossen.

Dem Gemeinderat lag bereits ein Angebot vor. Die Räte sprachen sich grundsätzlich für die Versicherung aus. Rappel wurde ermächtigt, Alternativen zu klären mit Selbstbeteiligungen zwischen 1000 und 2500 Euro und eine entsprechende Versicherung abzuschließen.

Spenden an Gemeinde Dem Gemeinderat lag zur Genehmigung eine Liste von insgesamt knapp 3600 Euro Spenden aus dem vergangenen Jahr an gemeindliche Einrichtungen vor. Die drei Empfänger waren die Bücherei, die Grundschule und das Kinderhaus. Die Beträge schwankten zwischen 21 und 1000 Euro und dienten für Autorenlesungen, Buskosten, Knaxiade, spezielle Projekte oder als Geldspende. Die Gelder kamen von diversen Unternehmen.

Mobilfunk Stettenhofen In den Lechauen will der Mobilfunkpark Stettenhofen (Landkreis Augsburg) einen bestehenden Mobilfunkmast auf dem Lechdamm mit einigen weiteren Sendern für LTE und UMTS aufrüsten. Dafür war die Zustimmung aus Rehling erforderlich. Sie wurde erteilt. (at)

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