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Aichach

03.01.2019

Was sich bei der Caritas alles ändert

Möbel aller Art gehören zum ständigen Sortiment im Sozialkaufhaus. Große Möbelstücke oder Elektrogeräte werden auf Wunsch abgeholt.
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Möbel aller Art gehören zum ständigen Sortiment im Sozialkaufhaus. Große Möbelstücke oder Elektrogeräte werden auf Wunsch abgeholt.
Bild: Harald Jung

Das Sozialkaufhaus der Caritas am Aichacher Bahnhof bietet Möbel, Hausrat und Kleidung zu günstigen Preisen. Nun gibt es einige Änderungen

Es ist wie ein riesengroßer Flohmarkt. Aber hier ist das Angebot noch wesentlich breiter, weil es auch Möbel, Küchen und Elektrogeräte aller Art gibt. Außerdem ist dieser Marktplatz unter Dach und gut geheizt – das macht das Einkaufen gerade zu dieser Jahreszeit deutlich angenehmer als auf dem Flohmarkt. Die Preisgestaltung ist ohnehin so angelegt, dass auch Menschen mit kleinem Geldbeutel günstig einkaufen können.

Eben das ist Sinn und Zweck der Einrichtung am Aichacher Bahnhof. Die Caritasverband für den Landkreis Aichach-Friedberg betreibt das Sozialkaufhaus in erster Linie, damit sozial schwache Menschen für ein paar wenige Euro Kleidung, Möbel, Elektrogeräte und sonstigen Hausrat erstehen können.

Alles, was verkauft wird, sind Sachspenden von Menschen, die etwas loswerden wollen, was aber zu schade für den Müllcontainer ist. Wer Möbelstücke oder große Elektrogeräte spenden möchte, kann auch den Abholdienst nutzen. Der überwiegende Teil der Sachspenden aber wird gebracht. Tagtäglich bringen dutzende Menschen Kisten, Taschen und Wäschekörbe voll mit gebrauchten Gegenständen und Kleidung. Viele fleißige Hände kontrollieren und sortieren aus. Das ist notwendig, denn mitunter wird etwas abgegeben, was nicht mehr zum Weiterverkauf geeignet ist.

Unter dem Strich bleibt aber immer noch eine Menge für die Verkaufsregale und Kleiderständer. Dort gibt es die Musik-CD für zwei Euro, die Bluse für drei Euro oder eine Jeans für meist unter fünf Euro. Oder den Dampfgarer für etwas über zehn Euro, einen Flachbildfernseher für unter 20 Euro. Das Sortiment umfasst alles, was man in einem Haushalt braucht. Teller, Tassen, Töpfe, Lampen, Stereoanlagen, Waschmaschinen, Backöfen, Eckbänke, Schlafzimmereinrichtungen, Teppiche, Spiegel oder Kinderspielzeug – alles ist hier zu haben. Alles ist gebraucht, aber noch gut erhalten. Dieses Kaufhaus ist der nachhaltigste Marktplatz der Stadt. Eben auch deshalb kommen viele Kunden, die eine Wiederverwertung und -verwendung fördern möchten.

Carolin Brysch, die das Kaufhaus leitet, sagt: „Wir nehmen alles an, was gut erhalten und funktionsfähig ist.“ Rund 200 Kunden kommen pro Tag. Vor und hinter den Kulissen sorgen knapp 25 Mitarbeiter für den reibungslosen Ablauf. Zur Belegschaft zählen Menschen aus dem Arbeitslosenprojekt, Teilzeitbeschäftigte und Ehrenamtliche. Der Erlös aus dem Verkauf fließt in andere soziale Zwecke.

Ab dem Jahreswechsel werden die Öffnungszeiten ausgeweitet. Ab sofort ist zusätzlich immer am ersten Samstag im Monat von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Eine Ausnahme gibt es wegen der Feiertage allerdings gleich zum Auftakt. Da ist der nachhaltigste Marktplatz der Stadt am Samstag, 12. Januar, geöffnet.

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