Newsticker
Bayern: Verwaltungsgerichtshof kippt 15-Kilometer-Regel
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Wasser: Grundgebühr steigt in Todtenweis ums Dreifache

Todtenweis

17.12.2020

Wasser: Grundgebühr steigt in Todtenweis ums Dreifache

In Todtenweis steigen die Grundgebühren fürs Wasser.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Plus Die Gemeinde Todtenweis verzeichnet ein Defizit von knapp 178.000 Euro pro Jahr bei der Wasserversorgung. Jetzt wird die Grundgebühr kräftig angehoben.

Wasser ist ein enorm kostbares Gut. Und in den nächsten Jahren dürfte es für Bürger in der Gemeinde Todtenweis noch um einiges teurer werden. Das kam in der Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch wiederholt deutlich zum Ausdruck. In dieser Kommune wird die Wassergebühr mit dem Jahreswechsel auf mehr als das Dreifache ansteigen. Der Verbrauchspreis bleibt von der Erhöhung unberührt. Er liegt seit 1. Januar 2020 bei 1,15 Euro pro Kubikmeter.

Gemeinderat diskutiert kontrovers über höhere Wassergebühren

Über diese markante Steigerung war zuvor kontrovers debattiert worden, ehe sich eine denkbar knappe Mehrheit von 7:6 Stimmen fand. Bürgermeister Konrad Carl votierte ebenso dafür wie seine Stellvertreter Petra Wackerl und Michael Hofberger sowie Richard Eberle, Andreas Berger, Thomas Eberle und Siegfried Wittmann.

Der Beschluss hat zur Folge, dass die Grundgebühren ab 1. Januar 2021 wesentlich teurer sind als bisher. Bei einem Dauerdurchfluss bis zu vier Kubikmeter pro Stunde, wie ihn ein üblicher Haushalt aufweist, steigt der Betrag von 30 auf 100 Euro im Jahr. Prozentual in gleicher Weise gehen die Sätze bei einem anderen Durchfluss nach oben. Wiederholt wurde darauf hingewiesen, dass jede Gemeinde in diesem Bereich kostendeckend arbeiten muss. Bürgermeister Carl deutete an, im schlimmsten Fall könnten Verstöße gegen diese Anweisung gar dazu führen, dass eines Tages der Haushalt nicht mehr genehmigt würde. Das jährliche Defizit, das die Gemeinde Todtenweis bei der Wasserversorgung ausgleichen muss, beläuft sich auf knapp 178.000 Euro im Jahr.

Auch der Todtenweiser Großabnehmer spart Wasser

Bernhard Riß wollte wissen, wo der Hauptgrund dafür liegt. Andreas Berger, Mitglied des Gemeinderats und technischer Leiter in der Lechraingruppe, antwortete darauf, dass bei dem in der Gemeinde ansässigen Großabnehmer Sparen angesagt sei. Wegen rückläufigen Wasserverbrauchs zahlt dieses Unternehmen weniger Geld fürs Wasser. Wiederholt war das Argument zu hören, man sollte erst mal abwarten, wie die gesplitteten Gebühren ausfallen werden; dann könne man mit konkreten Fakten arbeiten. "Man hat aus den Augen verloren, dass die Leitungen erneuert werden sollen", erklärte der Bürgermeister und nannte damit einen wichtigen Grund für die hohen Kosten. Nicht nur Franz Färber und Konrad Eichner rechnen damit, dass sie sich kritische Fragen aus der Bevölkerung anhören müssen angesichts der neuen Tarife. Michael Hofberger hatte sich klar für einen "kräftigen Schritt" ausgesprochen: "Wasser ist ein Grundnahrungsmittel."

Das könnte Sie auch interessieren:


Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren