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Sitzung

29.11.2017

Wasserverband soll mehr erneuern

Über die Sanierung von Wasserschiebern diskutierte der Wasserverband Lechraingruppe (WVLG) auf der jüngsten Sitzung.
Bild: Symbolfoto: Wasserwerk

Wasserschieber nutzen, damit der Austausch von Teilen kostengünstig ist. Das Team wächst, ein neuer Auszubildender wird gesucht.

Der Wasserverband Lechraingruppe (WVLG) hat auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dem Deutschen Verein der Gas- und Wasserversorger (DVGW) beizutreten. Der Verein hat ein Regelwerk mit Mindeststandards erstellt, die eine hohe Leistungsfähigkeit bei Sicherheit, Qualität und Nachhaltigkeit ebenso garantieren sollen wie wirtschaftliche Effizienz, angemessene Preise und hohe Kundenzufriedenheit.

Der Petersdorfer Bürgermeister, zugleich Vorsitzender der Lechraingruppe, erklärte: „Die einmalige Lizenz, das Know-how des DVGW zu nutzen, kostet in der günstigsten Variante 7497 Euro.“ Hinzukomme der Jahresbeitrag von 1020 Euro. Dieser sei abhängig von der Menge des verkauften Wassers, die sich bei den Mitgliedern – Hardhofgruppe Rehling, Wasserwerke von Petersdorf, Aindling und Todtenweis – auf jährlich 700000 Kubikmeter summieren, so Binder.

Die Jahresrechnung für 2016 nahm der Vorstand zur Kenntnis. 573650 Euro betrugen die Ausgaben und die Einnahmen im Verwaltungshaushalt, der Vermögenshaushalt schloss mit 145540 Euro. Insgesamt endete das Rechnungsjahr also mit etwas mehr als 719000 Euro.

Andreas Berger heißt der technische Betriebsleiter des Wasserverbands. Er berichtete, dass in diesem Jahr bisher 71 sogenannte Kopflöcher nötig waren, um defekte Wasserschieber (36 Stück), Streckenventile, Be- oder Entlüfter auszutauschen. 23 davon seien im Zuge der Sanierung der Krankenhausstraße in Aindling routinemäßig erneuert worden, so Berger.

Er forderte mehr Austausch und machte dies mit einer einfachen Rechnung plausibel: „Wir haben 3600 Wasserschieber im Versorgungsbereich. Wenn wir jedes Jahr 36 erneuern, so wie heuer also nur ein Prozent, dann sind die ältesten Schieber bei ihrem Austausch 100 Jahre alt.“ Da würden sie längst nicht mehr ihrer Funktion gerecht, argumentierte der Betriebsleiter. Berger: „Wir müssen die Sanierung beschleunigen auf mindestens zwei Prozent.“ Zu bedenken gab Berger, dass ein Kopfloch mit rund 3000 Euro veranschlagt werde. Nur 500 Euro Materialkosten würden verbaut, der Tiefbau verschlinge 2500 Euro. Letztere Summe würde bei Arbeiten im Zuge von Straßensanierungen minimiert.

Derweil wächst das Team um Andreas Berger. Neu sei Patrick Bürger. „Da haben wir ein fachlich gutes Team, das auch menschlich gut zusammenpasst“, schwärmte Dietrich Binder. Es bleibt eine Lücke, denn zusätzlich soll eine Auszubildende oder ein Auszubildender als Fachkraft für Wasserversorgungstechnik die Truppe verstärken.

Wer Interesse hat, soll sich beim WVLG melden. Die Anschrift lautet: Gemeindeverwaltung Rehling, zu Händen von Frau Hermine Eisele, Hauptstraße 1, 86508 Rehling.

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