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Versammlung

08.05.2015

Wasserversorger muss Millionen in die Hand nehmen

Die Magnusgruppe muss in ihr Betriebsgebäude in Oberbernbach kräftig investieren.
Bild: Johann Eibl

Magnusgruppe muss in ihr Betriebsgebäude in Oberbernbach investieren. Mitglieder suchen nach dem Königsweg

Auf die Magnusgruppe kommen enorme Investitionen zu. Bei der Verbandsversammlung am Mittwochabend in Reh’s Restaurant in Aichach war von einer Größenordnung von etwa vier Millionen Euro die Rede. Ein konkreter Beschluss war zu diesem Thema diesmal nicht vorgesehen, erst sollen alle Mitglieder, die Entscheidungen für diesen Wasserversorger zu treffen haben, die vorgelegten Pläne studieren und sich Gedanken über das weitere Vorgehen machen. „Den Königsweg zeigt im Moment keiner auf“, erklärte Rupert Reitberger, der Vorsitzende. „Den müssen wir uns alle erarbeiten.“

Kann man das Ganze nicht ein bisschen bescheidener machen? Diese Frage stellte Hans Lotterschmid, der Bürgermeister von Kühbach. Man sollte nachdenken über mögliche Einsparungen. Auch Klaus Habermann, sein Aichacher Kollege, trat auf die Kostenbremse: „Wir dürfen nicht vergessen: Das ist erst der Anfang. Die tatsächlichen Kosten kommen erst im Nachgang auf uns zu.“ Er befürchtet, am Ende könnte es zu finanziellen Belastungen in einer Größenordnung kommen, „da muss man schon zweimal schlucken“. Wasserwart Hubert Haberl wies darauf hin, dass auch das Leitungsnetz in die Jahre gekommen ist. Er plädierte für eine umfangreiche Lösung, bei der man nicht zu sehr auf den Wasserpreis achten sollte: „Der Strompreis geht jedes Jahr rauf.“ Haberl schließt nicht aus, dass in absehbarer Zeit ein doppelt so hoher Preis wie derzeit für das Nahrungsmittel Nummer eins fällig werden könnte.

Dass beim Betriebsgebäude im Aichacher Stadtteil Oberbernbach Handlungsbedarf besteht, das war seit Jahren schon bekannt. 2012 lagen bereits Ergebnisse eines anderen Büros zu diesem Thema vor. Nun wurden die Büros Mayr und Haid damit beauftragt, sich ebenfalls damit zu befassen, um danach über eine zweite Meinung reden zu können. Gravierend wichen die neuen Erkenntnisse nicht ab von dem, was drei Jahre zuvor ermittelt worden war. Der Bau stammt im Wesentlichen aus dem Jahr 1970, das Bürogebäude ist erst 15 Jahre alt; damit sei die Betriebssicherheit in Gefahr, außerdem könne man nicht mehr in jedem Fall davon ausgehen, dass Ersatzteile beschafft werden können.

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Variante vier, die von den meisten favorisiert wird, beinhaltet einen Neubau der Wasseraufbereitung. Hier sei die Versorgungssicherheit gewährleistet. Teile des bestehenden Gebäudes sollten saniert werden. Es wurden Kosten von 3,8 Millionen Euro genannt, Variante zwei würde knapp vier Millionen Euro erfordern. Betont wurde bei diesen Zahlen, dass man beim Stand der Planung erst von einer „sehr groben Kostenschätzung“ reden könne.

Reitberger betonte, dass man erst mit den Leuten reden wolle, die im technischen Bereich mitarbeiten. Zudem meinte der Vorsitzende mit Blick auf das neue Krankenhaus in Aichach: „Wenn man zum richtigen Zeitpunkt ausschreibt, kann man sehr wohl gute Preise erzielen.“ Dazu wird es wohl erst in gut einem Jahr kommen. „Der Haushaltsplan ist schon auf Kante genäht“, sagte Rupert Reitberger über das Zahlenwerk, das anschließend akzeptiert wurde. Wie Geschäftsleiterin Elisabeth Fackler erläuterte, stieg der Wasserverkauf an Endverbraucher im Jahr 2014 um 14700 Kubikmeter auf 530000 Kubikmeter. 350000 Kubikmeter gingen an Wassergäste. Dieser Wasserversorger beliefert 10500 Einwohner in 3162 Haushalten. Zusammen mit der Stadt Aichach wurde ein neues Fahrzeug für 42000 Euro gekauft, die Hälfte davon hat die Magnusgruppe gezahlt. Sie beschäftigt sechs Mitarbeiter mit einer Wochenleistung von knapp 131 Stunden insgesamt.

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