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Aichach

28.04.2019

Wechselhaftes Wetter trübt den Schlemmermarkt

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11 Bilder
Immer begehrt: Auch Crepes gab es beim Schlemmermarkt.
Bild: Erich Echter

Der Zuspruch für die Kreativküche des Streetfood-Festivals am Samstag hält sich in Grenzen. Das Angebot kommt vor allem bei den Jüngeren an. Spargel ist gefragt

Das wechselhafte Wetter am Samstag trübte etwas die Bilanz des Schlemmermarkts, den die Aktionsgemeinschaft Aichach (Aga) in der Aichacher Innenstadt veranstaltete. Regenschauer wechselten sich mit Sonnenschein ab. Das hat wohl viele Besucher, aber auch den ein oder anderen Standbetreiber abgeschreckt.

Verschoben werden musste der obligatorische Spargelanstich durch Vize-Spargelkönigin Isabella Fischer aus Ried bei Schrobenhausen: Die Aichacher Stadtmusikanten wollten gerade kräftig ins Horn blasen, als sie von Regen und einem kurzen Hagelschauer vertrieben wurden.

Vor dem Rathaus spielten die Stadtmusikanten zünftig auf.
Bild: Erich Echter

Stefan Barz, der für die Aga Königin und Gäste begrüßte, ging auch auf das launische Wetter ein, bevor die Ehrengäste sich als Spargelstecher betätigen durften. Paul Gamperl vom gleichnamigen Spargelhof aus Ainertshofen (Markt Inchenhofen) hatte auf einem Anhänger einen originalen Spargelbifang zum Stadtplatz gebracht.

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Als Erster hatte Bürgermeister Klaus Habermann die Ehre, die ersten Spargelstangen zu stechen. Gamperls Kommentar, als dem Bürgermeister beim Stechen die Spargelstange zerbrach: „Spargel ist ein zartes Gemüse.“

Die erste Stange Spargel stach Bürgermeister Klaus Habermann   unter Anleitung der Vize-Spargelkönigin Isabella.
Bild: Erich Echter

Spargel war an diesem Tag sehr gefragt: Frisch zubereitet am Stand des Spargelhofs Gamperl oder auch roh zum Mitnehmen. Dazu genossen so manche Besucher ein Glas Wein am autofreien Stadtplatz.

Bei den Spezialitätenanbietern des Streetfood-Festivals fiel die Bilanz unterschiedlich aus.

Margarete Pleml aus Thalgau war mit ihren Spezialitäten aus dem Salzburger Land schon drei Mal in Aichach. „Mir gefällt es hier“, sagte sie mit Blick über den Stadtplatz und zum Himmel. Elf Käsesorten, Pinzgauer Speckwürste und Holzofenbrot hatte sie im Sortiment.

Käsespezialitäten, Rauchfleisch und Bauernbrot gab es am Stand von Margarete Pleml.
Bild: Erich Echter

Zum ersten Mal in Aichach waren Dario Tomic und Tobias Stangl mit ihrem Balkan-Grill. Auf ihrer Speisekarte standen Burger und Cevapcici.

Smooties in allen Geschmacksrichtungen

Smoothies und Shakes in allen Geschmacksrichtungen waren bei Torsten Bar zu haben. „Meine Drinks sind eigentlich auf höhere Temperaturen ausgelegt“, sagte der Kissinger, der sich vom Wetter nicht die Laune verderben ließ. „Der Erfolg liegt im Geschmack.“

Im Zelt des Berabecka Boandlbräu saßen die Besucher regensicher und gemütlich beieinander. Boandlbräu Manni Fritsch kurvte auch mit dem Bierrad über den Stadtplatz.

Manni Fritsch vom Boandbräu war mit  dem Bierfahrrad unterwegs.
Bild: Erich Echter

Pommes frites in verschiedensten Variationen bot Louisa Dumler von „Wildfries“ an. „Wir haben hier in Aichach schon mal bessere Tage gehabt, da war es Sommer“, zeigte sie sich vom Besucherzuspruch und dem Wetter enttäuscht.

Die Besucher hatten die Wahl unter den Kreationen der „Fladenpiraten“, unter Burgern in den verschiedensten Varianten – von vegetarisch über Cheese Steak bis zu Pulled Pork oder mit Wildfleisch. Die Hofmolkerei Triebenbacher präsentierte ihre Käsespezialitäten. Langos wurde süß und herzhaft serviert, ebenso Flammkuchen und Crêpes. Für den süßen Nachtisch war am Zuckerstandl gesorgt.

Ein Besucher vermisst seine Bratwurst

Dennoch sprach das Angebot nicht alle Besucher an. „Da gibt es nur Burger und Crêpes“, monierten mehrere Besucher. Ein anderer vermisste seine Bratwurst. Manche Familien fanden die Preise zu hoch. „Für den Preis eines Burgers bekommt man in verschiedenen Gasthäusern ein Mittagessen“, sagte eine Aichacherin.

„Für eine Familie mit Kindern ist der Preis von neun Euro für einen Burger zu hoch.“ Bei den jüngeren Besuchern kam das Angebot dagegen deutlich besser an. So mancher Spezialitätenanbieter hatte sich mehr Umsatz erhofft. Andere waren angesichts des wechselhaften Wetters ganz zufrieden.

Geschäfte profitieren von Regenschauern

Für die Geschäfte am Stadtplatz, die zum langen Einkaufssamstag einluden, war das Wetter dagegen ein Vorteil. Lena Ostermayr vom Schuhgeschäft Schuhprofi erzählte: „Wenn es draußen regnet, kommen die Leute in die Geschäfte und kaufen meist auch ein. Wir sind zufrieden.“

In den Geschäften lief der Verkauf gut.
Bild: Erich Echter

Gefragt waren auch Johanna Brau und Corina Haberer. Sie boten für den Babysitterdienst des Katholischen Frauenbunds Kinderschminken an. „Das geht immer“, sagten sie.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Schlemmermarkt in Aichach leidet unter dem Wetter

Eine Bildergalerie finden Sie hier.

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29 Bilder
Schlemmermarkt und Streetfood-Festival in Aichach
Bild: Erich Echter
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