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Prozess

08.07.2020

Wegen Mailpanne zu Unrecht in Aichach vor Gericht

Mann ist angeklagt wegen Fahrens trotz Fahrverbots. Am Ende steht ein Freispruch

Trotz eines einmonatigen Fahrverbotes soll ein 23-Jähriger aus Augsburg mit seinem Auto Anfang Februar durch Affing gefahren sein. Deswegen war er wegen vorsätzlichen Fahrens trotz Fahrverbots angeklagt.

Bei der Verhandlung vor dem Aichacher Amtsgericht überraschte der Angeklagte den Richter. Nach einem Unfall im vergangenen Jahr war gegen den 23-Jährigen ein einmonatiges Fahrverbot verhängt worden. Laut den Akten von Richter Walter Hell hatte der Angeklagte den Führerschein damals nicht abgeben können, weil er ihn verloren hatte. Der 23-Jährige hatte eine entsprechende eidesstattliche Erklärung abgegeben.

Bei der Verhandlung überreichte der Angeklagte dem Richter ein Schreiben des Bayerischen Polizeiverwaltungsamtes. Darin bestätigte die Behörde ihm, dass er den Führerschein für einen Monat abgegeben hatte. Als er mit seinem Auto in Affing unterwegs war, hatte er seine Fahrerlaubnis bereits wieder zurück. Das Schreiben hatte der Angeklagte dem Amtsgericht schicken wollen, in seiner Mail aber den Anhang vergessen. Sonst wäre es gar nicht zur Verhandlung gekommen. Das Gericht sprach den 23-Jährigen frei. (drx)

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