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Krankenhaus

12.10.2018

Wegen Umzug: Keine Notfallversorgung in Aichach

Für die Geburtshilfe an den Kliniken an der Paar sieht es gut aus.
Bild: Waltraud Grubitzsch, dpa (Symbolbild)

Wichtige Bereiche wie Labor, Intensivstation und Radiologie stehen nicht zur Verfügung. Positive Signale für Geburtshilfe in Aichach und Friedberg.

Die neue Aichacher Klinik wird in der Zeit von Freitag, 26. Oktober, bis Montag, 12. November, bezogen. Wie das Landratsamt mitteilt, kann das Krankenhaus in dieser Zeit nicht an der Notfallversorgung teilnehmen, weil wichtige Bereiche wie Labor, Intensivstation und Radiologie nicht zur Verfügung stehen. Auch die Belegabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe muss in dieser Phase schließen. Die Patienten sollten sich in dieser Zeit an umliegende Kliniken, auch in Friedberg, wenden.

Davon abgesehen, gibt es für die Geburtshilfe in den Kliniken an der Paar positive Signale, so das Landratsamt. Laut bayerischem Gesundheitsministerium ermöglicht die frisch in Kraft getretene Richtlinie zur Förderung der Geburtshilfe es, den Förderbetrag von 40 Euro pro Geburt und Jahr für die Hebammenversorgung einzusetzen. Der Landkreis wird einen Förderantrag stellen. Ob dieser Betrag zur Steigerung der Attraktivität der Kliniken an der Paar für die Beleghebammen durch den Landkreis noch aufgestockt wird, müssten die Gremien des Landkreises entscheiden.

Auch bei den Belegärzten tut sich was. Deren Beiträge zur Haftpflichtversicherung haben sich in den vergangenen Jahren vervielfacht und sind wie berichtet für manchen Arzt wirtschaftlich nicht mehr darstellbar. Einer Kostenübernahme durch Kliniken waren rechtlich enge Grenzen gesetzt. Landrat Klaus Metzger hatte sich deshalb mehrfach an Gesundheitsministerin Melanie Huml und den Landkreistag gewandt. Nun kam, laut Landratsamt auch dank der Mithilfe des Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko, die Antwort aus dem Ministerium. Demnach ist eine solche Übernahme grundsätzlich möglich, weitere rechtliche Fragen, insbesondere zur Angemessenheit, sind aber noch zu klären. Der Werkausschuss wird sich mit diesem Thema befassen und entscheiden.

Landrat Metzger betont, letztendlich hilft all das nur, wenn eine ausreichende Anzahl an Hebammen und Gynäkologen zur Verfügung steht. Neben dem bayerischen Förderprogramm Geburtshilfe gehöre dazu auch das zusätzliche finanzielle Engagement des Landkreises. (AN)

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