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Firmenjubiläum

24.07.2019

Weltmarktführer mit Standort Pöttmes

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2 Bilder
Das sind sogenannte Rundschalttische der Firma Taktomat, die zum Beispiel für die Automatisierung der Produktion in der Automobilindustrie eingesetzt werden.

Taktomat blickt zurück auf 30-jährige Geschichte, die in einem Geräteschuppen startete. Zu den Kunden des Automatisierungsspezialisten zählen heute die Größen der Industrie.

Der Anfang war bescheiden, sehr bescheiden. Und Notiz von dem, was damals in einem Geräteschuppen gestartet wurde, nahm kaum jemand. In einem Büro in Aichtal, etwa 20 Kilometer südlich von Stuttgart, stand 1989 die Wiege von Taktomat. Die Gründerväter hießen Norbert Hofstetter und Helmut Lembke. 1996 zog das Unternehmen nach Pöttmes um. Jetzt feierte der Automatisierungs-Spezialist in der Rudolf-Diesel-Straße im Gewerbegebiet sein 30-jähriges Bestehen. In drei Jahrzehnten hat sich der Hersteller von Handhabungs- und Antriebstechnik nach eigenen Angaben zu einem der Weltmarktführer in dieser Branche entwickelt. Die Mitarbeiter, rund 120 an der Zahl, waren ebenso geladen wie die Geschäftspartner.

Wie beim Festabend zu hören war, haben die Erweiterungspläne konkrete Formen angenommen. Ein Grundstück zu diesem Zweck wurde bereits erworben, der Marktgemeinderat ist informiert. Wie berichtet, steht ein dreistöckiger Neubau unweit des bestehenden Standorts auf knapp 25000 Quadratmetern am Ortsrand von Pöttmes zur Debatte. Vorgesehen sind Büroräume von rund 1500 Quadratmetern und eine Produktionshalle mit etwa 5000 Quadratmetern. Taktomat trägt mit Maschinenbau-Komponenten in vielen Bereichen zu schnelleren und kostengünstigeren Produktionen bei – von Lebensmittelverpackungen über Pharmazieherstellung, aber auch für die Autoindustrie liefert Taktomat Teile für die Fließbänder (siehe Infoartikel).

Seit zehn Jahre fungiert Norbert Hofstetter als alleiniger geschäftsführender Gesellschafter. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde bezeichnete er in seinem kurzen Rückblick als „sehr fruchtbar“. Dann erwähnte er den ehemaligen Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer, der nicht zu den Gästen zählte: „Ich habe Herrn Pschierer als Freund gewonnen.“ Mit diesem Kontakt hätten sich neue Möglichkeiten für die Firma ergeben. Hofstetter ging auch auf Helmut Lembke ein, mit dem er zusammen vor drei Jahrzehnten Taktomat gründete und der nun zum Firmenjubiläum aus seinem Altersruhesitz in Brasilien eigens angereist war: „Mit seiner Hilfe haben wir Taktomat do Brasil ins Leben gerufen.“

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Den Slogan „Passion for automation“ (Leidenschaft für Automatisation) habe man sich bereits vor 30 Jahren auf die Fahnen geschrieben. Wiederholt unterstrich Norbert Hofstetter („Automatisierung wird immer gebraucht“) die Bedeutung der Mitarbeiter, die er als Rückgrat einstufte. Sein Dank galt auch seiner Ehefrau Christa, die für die Finanzen und das Controlling zuständig ist; außerdem führt sie in Augsburg ein Unternehmen mit 35 Mitarbeitern. Ferner begrüßte er namentlich seine Söhne Christian und Michael.

Lembke warf einen Blick zurück ins Jahr 1989: „Es hat sich vieles verändert.“ Nicht zuletzt auf dem Gebiet der Telekommunkation. Mittlerweile ist Taktomat in Ungarn ebenso vertreten wie in den USA, China, Brasilien, Finnland, Spanien, Südkorea, Dänemark, Indien, Rußland, Österreich und Malaysia. Lembke versicherte: „Ich freue mich schon auf das 40-Jährige.“

Sissi Veit-Wiedermann gratulierte als Zweite Bürgermeisterin von Pöttmes. Sie sprach von einer Erfolgsgeschichte: „Menschen und Unternehmen wie Sie sind die Stärken unserer Wirtschaft.“ Das kulinarische Angebot spiegelte die Länder wieder, in denen Taktomat vertreten ist. Mit den vier Hinterberger Musikanten aus Nußdorf am Inn hatte man eine Kapelle engagiert, die nicht erst seit einigen Tagen bei den Größen der Politik aufspielt. Nach dem offiziellen Teil bevölkerten d’ Holzheimer die Zeltbühne.

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