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Gemeinderat

13.09.2018

Wer baut den neuen Aindlinger Kindergarten?

Ein Kindergarten ist für Aindling nicht genug. Deshalb wird nun über den Bau eines weiteren diskutiert.
Bild: Karina Schaffelhofer

In einer Ausschreibung soll ermittelt werden, wer als Bauherr und als Träger in Betracht kommt. Zum Standort der Einrichtung gibt es unterschiedliche Ansichten.

Die Marktgemeinde Aindling braucht einen weiteren Kindergarten, und den wird sie auch bauen. Doch bis dieses Gebäude von kleinen Buben und Mädchen mit Leben erfüllt werden kann, müssen noch viele Fragen geklärt werden. Das kam bei der Sitzung des Marktgemeinderats am Dienstagabend wiederholt zum Ausdruck.

Der wichtigste Beschluss in diesem Zusammenhang fiel ohne Gegenstimme. In einer „transparenten Ausschreibung“ soll ein Träger der neuen Einrichtung gefunden werden. Außerdem soll ermittelt werden, ob diese Organisation auch selber bauen will. Bei der Sitzung fehlten Barbara Stransky, Helga Holland, Karl-Andreas Gamperl und Peter Reich entschuldigt.

Benjamin Schröter von der Wähler- und Aktionsgemeinschaft Perspektive Aindling hatte einen Antrag mit fünf Punkten formuliert. Tomas Zinnecker, der Bürgermeister, erklärte sich damit grundsätzlich einverstanden. Er versicherte aber, die Förderung für das Projekt erfolge unabhängig davon, wer als Bauherr auftrete. Weiter gab Zinnecker zu bedenken: „Wenn wir wollen, dass wir lange bauen, bauen wir selber. Die Verwaltung wird das nicht zügig durchführen können.“ Damit begann die Debatte über die Frage, wer als Bauherr in Betracht kommen könnte.

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Bürger tendieren zum Hauptort

Die Johanniter hatten sich dem Gremium schon vorgestellt, mehrere Redner plädierten für diese Organisation. Michael Pollety sagte: „Die haben den Bauauftrag schon fast in der Schublade drin. Das hat mich schon ein bisschen überzeugt. Ich würde selber nicht bauen.“ Nun ging es darum, wo der neue Kindergarten errichtet werden soll. Pollety tendierte zum Hauptort. Josef Settele forderte, in den nächsten sechs Wochen sollten dazu in den Ortsteilen Pichl und Stotzard Bürgerversammlungen stattfinden, um „die Leute mitzunehmen“. Tomas Zinnecker mochte sich damit nicht anfreunden: „Ich verspreche mir vom Nutzen her wenig.“ Als über den Antrag abgestimmt wurde, hob nur Settele die Hand.

Der Bürgermeister nannte die aktuellen Kinderzahlen. In Aindling leben derzeit 73 Kinder im Alter bis zu drei Jahren, im Edenhausener Tal sind es 34 und in Arnhofen/Hausen 41.

Ähnlich sind die Relationen bei den Buben und Mädchen zwischen drei und sechs Jahren. Hier zählt Aindling 69 Kinder, das Edenhausener Tal 24 sowie Arnhofen/Hausen 29. In der Krippe liegt die Gruppengröße zwischen zwölf und 15 Kindern, im Kindergarten sind es bis zu 25.

Benjamin Schröter hatte in einer Online-Befragung vorab ermittelt, dass 51 Prozent der Eltern den neuen Kindergarten im nördlichen Bereich (Binnenbach, Edenhausen, Eisingersdorf, Pichl) ansiedeln wollen, 28 Prozent im Hauptort und 16 Prozent im Süden, also in der Region Arnhofen, Gaulzhofen, Hausen, Neßlach, Stotzard und Weichenberg. Vier Prozent war es egal. In der Diskussion kam zum Ausdruck, dass die Mitglieder des Marktgemeinderats mehrheitlich zum Hauptort tendieren.

Geplante Wohnhäuser An der Gamlinger Straße in Aindling sind mehrere Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser geplant. Der Marktgemeinderat erklärte sich damit im Grundsatz einverstanden, verband damit aber eine Reihe von Hinweisen. So würde es die Gemeinde begrüßen, wenn im nördlichen Bereich am Platz von Avord ein größerer Baukörper entstehen würde und nicht, wie vorgesehen, zwei. Dieses Gebäude würde sich besser einfügen, hieß es zur Argumentation.

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