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Kommunalwahl

16.08.2019

Wer tritt in Aindling gegen Gertrud Hitzler an?

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Dort, wo jetzt der Rasen wächst, hätte einmal ein Teil des Aindlinger Marktzentrums entstehen sollen. Das alte Haus der "Verkaufsstätte Zurek" steht noch, das Haus Gabelsberger wurde abgerissen.
Bild: Martin Golling

Plus Die CSU-Ortsvorsitzende will Bürgermeisterin werden. Sie könnte mehrere Gegenkandidaten bekommen. Die Grünen suchen sich womöglich einen Partner.

Auf einen spannenden Wahlkampf dürfen sich die Aindlinger Wähler freuen. Vermutlich wird es bei der Kommunalwahl 2020 mehrere Bewerber für die Nachfolge von Bürgermeister Tomas Zinnecker geben, der nicht mehr kandidiert. Bisher ist zwar erst eine Kandidatin aus der Deckung getreten, aber drei weitere Gruppierungen überlegen, ebenfalls einen Bürgermeisterkandidaten zu stellen.

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Fest steht bisher, dass sich die neue Aindlinger CSU-Vorsitzende und derzeitige Zweite Bürgermeisterin Gertrud Hitzler um das Amt bewirbt. Die 53-jährige Diplomökonomin und Lehrerin ist die gemeinsame Kandidatin auf der Liste der CSU und der Freien Wählergemeinschaft (FWG). Die CSU-FWG-Fraktion stellt derzeit allein neun der 16 Marktgemeinderäte in Aindling. Allein schon deshalb dürfte Hitzler im Kampf um das Bürgermeisteramt die Favoritenrolle zukommen. Amtsinhaber Zinnecker gibt dieses nach drei Wahlperioden und 18 Dienstjahren ab.

Der Bürgerwille '76 will einen Kandidaten aufstellen

Die zweitgrößte Fraktion im Gemeinderat mit vier Mitgliedern stellt derzeit die Freie Wählergemeinschaft Bürgerwille ‘76. Wie Fraktionssprecher Bernd Aichele auf Nachfrage betonte, werde es auf jeden Fall einen Bürgermeisterkandidaten des Bürgerwillens geben. Ob er selbst gegen Hitzler antritt, wollte er weder bestätigen noch ausschließen. „Es gibt verschiedene Überlegungen“, so Aichele. Genaueres könne er erst nach der nächsten Sitzung seiner Gruppierung im September sagen.

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Ebenfalls nach der Sommerpause wollen sich die Mitglieder der Wähler- und Aktionsgemeinschaft Perspektive Aindling mit Kandidaten für die Kommunalwahl beschäftigen. Ausgeschlossen sei derzeit nichts, erklärt Benjamin Schröter, der die Perspektive im Gemeinderat vertritt. Ob er selbst seinen Hut in den Ring wirft, stehe aber ebenfalls noch nicht fest. Verraten hat Schröter dagegen, dass sich die Perspektive bezüglich der Wahl derzeit in Gesprächen mit den Grünen befindet.

Machen Grüne und Perspektive gemeinsame Sache?

Wie berichtet, wurde in Aindling vor Kurzem der sechste Ortsverband der Grünen im Landkreis Aichach-Friedberg gegründet. Ortsvorsitzender Stefan Lindauer bestätigt, dass es womöglich eine gemeinsame Liste von Grünen und Perspektive geben könnte. Auch ein gemeinsamer Bürgermeisterkandidat sei denkbar. Lindauer verweist auf große Überschneidungen bei wichtigen Zielen der beiden Gruppierungen, etwa bei der Verbesserung des Radwegenetzes im Markt und bei der Pflege und beim Ausbau von Spielplätzen und Grünanlagen.

Wie Schröter ist auch Josef Settele von den Parteilosen Wählern ein Einzelkämpfer im Gemeinderat. Laut Settele suche die Gruppierung derzeit nach einem geeigneten Bürgermeisterkandidaten. Er selbst komme nicht in Frage. Bekanntlich ist der 65-Jährige auch im AfD-Kreisverband als stellvertretender Schatzmeister aktiv und erreichte bei der vergangenen Landtagswahl als AfD-Direktkandidat mit 11,7 Prozent das drittbeste Ergebnis hinter den Kandidaten von CSU (Peter Tomaschko) und Grünen (Christina Haubrich). Ob die AfD in Aindling antreten wird, steht laut Settele derzeit noch nicht fest.

Einzelkämpferin für die SPD will wieder antreten

Eine weitere Einzelkämpferin ist Helga Holland, die für die SPD im Gemeinderat sitzt. Auch sie will 2020 aller Voraussicht nach wieder antreten, allerdings nicht als Bürgermeisterkandidatin, sondern als Gemeinderätin.

Damit will sich der Großteil der aktuellen Aindlinger Marktgemeinderäte (siehe unten) nächstes Jahr zur Wiederwahl stellen.

Aus den Reihen der CSU-FWG-Liste tritt nur Petra Mießl nicht mehr an – wie aus ihrer Fraktion zu hören ist, will sie den Weg für jüngere Kandidaten frei machen. Ähnlich sieht es bei Helmut Lindermeir vom Bürgerwillen aus, der nach drei Legislaturperioden aufhört. Lindermeir blickt auf eine schöne, aber auch anstrengende Zeit zurück. Besonders schade findet er, dass das Marktzentrum gescheitert ist. Er hofft aber, dass statt des geplanten modernen Gebäudekomplexes einmal ein – zur Umgebung passendes – Wohn- und Geschäftshaus mit Satteldach am Aindlinger Marktplatz entstehen wird. Lindermeirs Fraktionskollege Roland Stegmann ist laut Fraktionssprecher Aichele noch unentschlossen, ob er sich für 2020 noch einmal aufstellen lässt.

Auf den meisten Listen, für die 16 Namen gefordert sind, dürfte momentan noch etwas Platz sein.

Der aktuelle Marktgemeinderat Aindling

Diese Gruppierungen sind im Aindlinger Gemeinderat vertreten:

  • Christliche Soziale Union CSU/Freie Wählergemeinschaft Gertrud Hitzler (Zweite Bürgermeisterin), Josef Gamperl (Dritter Bürgermeister), Michael Balleis, Isidor Held, Petra Mießl, Walter Pasker, Michael Pollety, Peter Reich, Barbara Stransky.
  • Freie Wählergemeinschaft Bürgerwille ‘76 Aindling Bernd Aichele, Karl-Andreas Gamperl, Helmut Lindermeir, Roland Stegmann.
  • Parteilose Wähler Josef Settele.
  • Wähler- und Aktionsgemeinschaft Perspektive Aindling Benjamin Schröter.
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD Helga Holland.
  • Bürgermeister Tomas Zinnecker (CSU/Freie Wählergemeinschaft) seit 2002. (ull)
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