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Pöttmes

29.04.2020

Wer werden in Pöttmes die Stellvertreter des neuen Bürgermeisters?

30 Jahre nachdem Karl Hofmann (CSU) als Bürgermeister von Hans Schmuttermeier (CWG) abgelöst wurde, wird das Pöttmeser Rathaus ab Mai wieder von der CSU geführt. Im März entschied Mirko Ketz die Bürgermeisterwahl für sich. Offen ist noch, wer seine Stellvertreter werden.
Bild: Erich Echter (Archiv)

Plus Vor der Wahl der zwei Stellvertreter des neuen Bürgermeisters Mirko Ketz (CSU) steht einer wohl fest. Der Bürgerblock, die größte Fraktion, könnte leer ausgehen.

Wer werden die Stellvertreter des neuen Pöttmeser Bürgermeisters, Mirko Ketz (CSU)? Am Dienstag in zwei Wochen findet die konstituierende Sitzung des Marktgemeinderats statt, in der unter anderem darüber abgestimmt wird. Auch wenn die neue Amtsperiode noch gar nicht begonnen hat, laufen im Hintergrund längst Gespräche.

So trafen CSU und CWG im Wahlkampf eine Absprache: Die CWG, die keinen Bürgermeisterkandidaten stellte, unterstützte mit Mirko Ketz, 45, aus Echsheim den Kandidaten der CSU, da er aus einem Ortsteil kommt. Im Gegenzug sagte die CSU Unterstützung für einen Stellvertreter von der CWG zu. Diese wird Alwin Wagner ins Rennen schicken. „Es ist in der Fraktion so besprochen“, sagte Wagner auf Anfrage unserer Redaktion. Der 46-jährige Wiesenbacher holte mit 1346 Stimmen das zweitbeste Ergebnis seiner Fraktion, die künftig mit vier Sitzen und damit zwei weniger als bisher im Gemeinderat vertreten sein wird.

Alwin Wagner (CWG) aus Wiesenbach könnte neuer Zweiter Bürgermeister von Pöttmes werden.
Bild: Nicole Simüller (Archiv)

Entscheidung fällt im Pöttmeser Marktgemeinderat in geheimer Wahl

Fest steht bei den stellvertretenden Bürgermeistern freilich noch nichts. Denn die Entscheidung fällt in geheimer Wahl im Marktgemeinderat. Dort ist zwar der Bürgerblock mit neun statt bisher sieben Sitzen stärkste Fraktion, doch wenn sich CSU (wie nach der Wahl 2014 sieben Sitze) und CWG (vier) einig sind, verfügen sie mit elf Stimmen über eine Mehrheit.

Deshalb wäre es durchaus denkbar, dass die CSU sich auch den Posten des Dritten Bürgermeisters sichert – so wie es beim Bürgerblock in der laufenden und der vergangenen Amtsperiode der Fall war. Wenn die CSU einen Kandidaten für das Amt des Dritten Bürgermeisters stelle, werde die CWG ihn unterstützen, kündigt Wagner an.

Bürgerblock erhebt „moralischen Anspruch“ auf Stellvertreterposten

Damit könnte der Bürgerblock leer ausgehen. Er holte bei der Kommunalwahl im März mit 29759 die mit Abstand meisten Stimmen vor CSU (23334) und CWG (14772) und ist mit neun Ratsmitgliedern die größte Fraktion im neuen Gemeinderat. Fraktionssprecher Manfred Graser aus Pöttmes, der Ketz bei der Bürgermeisterwahl nur knapp unterlag, wurde Stimmenkönig.

Vor diesem Hintergrund ist es zu sehen, wenn Thomas Huber (Bürgerblock), derzeit noch Dritter Bürgermeister, sagt: „Wir hätten einen doppelten moralischen Anspruch.“ Und zwar nicht nur auf irgendeinen der beiden Stellvertreterposten, sondern eigentlich auf das Amt des Zweiten Bürgermeisters, meint Huber. Der Bürgerblock warte nun, was Ketz mache. „Verheizen“ werde man auf jeden Fall keinen Kandidaten, kündigt Huber an.

CSU will CWG-Kandidaten bei Wahl zum Zweiten Bürgermeister unterstützen

Wie zu hören ist, hatte der Bürgerblock der CWG – ähnlich wie die CSU – eine Wahlkampfabsprache angeboten, zog aber den Kürzeren. Was den Zweiten Bürgermeister angeht, kündigt Ketz, bisher CSU-Fraktionssprecher und ab Mai Bürgermeister, an: „Wir werden als CSU [...] den Kandidaten der CWG unterstützen.“ Was den Dritten Bürgermeister betreffe, müsse sich die Fraktion noch besprechen. Die Entscheidung liege bei ihr, er als Bürgermeister sei da außen vor. „Ich brauche zwei Vertreter, mit denen ich in diesen Krisenzeiten vertrauensvoll zusammenarbeiten kann.“ Das sei sein Wunsch.

Wäre auch ein Bürgerblock-Kandidat denkbar? Ketz sagt nur: „Wenn die Fraktion das mitträgt.“ Auch wenn die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat dagegen sprechen, dass es am Ende so kommt, will Wagner nichts ausschließen: „Bei einer geheimen Wahl kann man nie sagen, wie es ausgeht.“

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