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Aichach

21.10.2019

Wie Chris Böttcher das Publikum begeistert

Ausnahmslos alle bekamen ihr Fett weg und das Publikum tobte vor Begeisterung beim Auftritt des Kabarettisten Chris Böttcher im Aichacher Pfarrzentrum.
Bild: Brigitte Glas

Chris Böttcher teilt aus – und begeistert das Publikum im Aichacher Pfarrzentrum restlos. In seinem neuen Programm „Freischwimmer“ nimmt er alle aufs Korn.

Ausnahmslos alle bekamen ihr Fett weg und das Publikum tobte. Der Ingolstädter Kabarettist Chris Böttcher war zum wiederholten Mal in Aichach zu Gast. „Aichach ist immer eine Reise wert …“, meinte er und setzte nach: „…für alle, die sich für endlose Baugruben interessieren!“ Die Aichacher waren schon mal bedient.

Und dann ging es Schlag auf Schlag mit den Parodien auf unter anderem Trump, Merkel und Seehofer über Hansi Hinterseer und Peter Maffay bis hin zu Olli Kahn und Loddarmaddäus. Chris Böttcher nahm sie auch in seinem neuen Programm „Freischwimmer“ alle aufs Korn. Er wirkt nett und adrett, wenn er im schon kultigen Karohemd am „Kuh-Board“, seinem Keyboard mit Kuhflecken-Optik, Platz nimmt. Bis er den ersten Song anstimmt. Was dann an Lästereien kommt, ist meist alles andere als charmant. Aber zum Lachen.

Aichach: Publikum geht vom ersten Moment an mit

Das Publikum im voll besetzten Pfarrzentrum ging vom ersten Augenblick an mit. Auch als Böttcher auf das Alter seiner Zuhörer anspielte: „Alle Jungen sind heute wohl bei Nico Santos“. Auch könne er an seinem Publikum sofort erkennen, was gerade im Fernsehen läuft. Die Vorurteile über die Geschlechter bringt er hammerhart, aber lustig. Niemand nimmt ihm das übel. Ziel seiner Spötteleien sind Leute wie du und ich. Weihnachten naht und der ultimative Geschenktipp lautet: „Schenkt eurer Liebsten ein selbst getextetes Lied.“ Eine bekannte Melodie genügt, ob man aber mit Zeilen wie „Du bist der Bus, der nie in meiner Straße hält“, „Du bist in der Bahnhofstoilette das Klopapier“ oder Ähnlichem tatsächlich punktet, muss erst noch bewiesen werden.

Böttcher reißt Witze über Jogi, Olli, Franz und Lodar

Das Publikum lacht noch mehr über die Parodien des begnadeten Stimmenimitators der sogenannten Promis aus Musik, Sport und Politik. Da wären die drei deutschen Altrocker: Udo Lindenberg möchte endlich mal ohne Hut in die Öffentlichkeit gehen, Peter Maffay seine Harley ohne Stützräder fahren und Herbert Grönemeyer nicht mehr knödeln. „Freu dich über Fußball, auch wenn du Fan von 1860 bist.“ Hier reißt Böttcher die bekannten Witze über Jogi, Olli, Franz und Loddar. Das Publikum brüllt vor Lachen. Und natürlich die Politiker: Der US-Präsident ist ziemlich oft in Böttchers Show vertreten. Trump vermisst etwas Wichtiges. Mit seinem Toupet hat er auch sein Hirn verlegt. Das konnte nicht mehr gefunden werden, da es nie vorhanden war. Trump bekommt in seinem bekannten Lied „Bockfotzngsicht“ eine eigene Strophe, genauso wie der türkische Präsident Erdogan „Er, er, Erdogan“. Ebenfalls mit eigenen Liedern versorgt werden Viktor Orban („Ein Zaun, der meinen Namen trägt“) und Kim Yong-Un („Und ich schieß, schieß, schieß zu dir rüber“). Böttchers Lösung für alle Probleme: Einfach mal freischwimmen, tiefenentspannt sein und die Merkelraute machen.

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