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Themenabend

05.07.2016

Wie kommen Flüchtlinge an einen Job?

Der Themenabend „Arbeit“ in Dasing war hochkarätig besetzt: (von links) Bodo Fargeon (Kausa), Marina Lovric (Freiwilligenkoordination), Fritz Maya (ehrenamtlicher Experte), Anna Stein (Tür an Tür), Hannah Löhner (Agentur für Arbeit), Stefan-Andrea Schmidt (Jobcenter).
Bild: Stefanie Siegling

Ehrenamtliche informieren sich in Dasing über Verfahren und Möglichkeiten

Flüchtlingen bei der Jobsuche zu helfen ist ihr Hauptanliegen. Deshalb kamen 45 ehrenamtliche Helfer aus dem Bereich Asyl in den Dasinger Bauernmarkt zum Themenabend Arbeit. Die Freiwilligenagentur Mitanand und füranand im Wittelsbacher Land hatte dazu eingeladen. Referenten informierten die Freiwilligen über die Möglichkeiten des Zugangs zum Arbeitsmarkt für Anerkannte und Asylsuchende.

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Hanna Löhner (Stellvertretende Koordinatorin im Asylteam und Vermittlungs- und Beratungsfachkraft im ESF-Sonderprogramm BAVF II – Bayerisches Netzwerk für Beratung und Arbeitsmarktvermittlung für Flüchtlinge) gab eine Übersicht über die Zielgruppen der Arbeitsagentur. Interessant für die Zuhörer war es, zu hören, dass neben den klassischen Gruppen auch Menschen aus Afghanistan für die meisten Angebote infrage kämen. Informationen zu Arbeitsmarktzugang und Antragsverfahren für eine Beschäftigungserlaubnis und zum Angebotsspektrum der Arbeitsagentur machten klar, dass eine Beratung in vielen Fällen lohnenswert sein kann.

Praktische Hinweise für die ersten Schritte ins Berufsleben erhielten die Teilnehmer vom Teamleiter für den Bereich Markt und Integration im Jobcenter Wittelsbacher Land. Stefan-Andreas Schmidt referierte über Vermittlungsgespräche und Unterstützungsleistungen des Jobcenters und über Meldepflichten und Förderungsmöglichkeiten. Mit Charme und Humor berichtete Fritz Maya für die ehrenamtlich engagierten Jobvermittler von seinen praktischen Erfahrungen. Dabei machte er klar, dass eine pragmatische und offene Herangehensweise an das Thema Arbeit der beste Weg sei, die Aufgabe zu bewältigen. Kompetente und motivierte Mitarbeiter, egal welcher Nationalität, seien für jedes Unternehmen eine Bereicherung. Und für manches Unternehmen erweise sich die Reinigungsdame als eloquente Dolmetscherin für gut situierte arabische Touristen.

Wie kommen Flüchtlinge an einen Job?

Über die Anerkennung ausländischer Qualifikationen und Fachberatungen informierte Anna Stein (Tür an Tür Integrationsprojekte gGmbH, MigraNet – IQ-Landesnetzwerk Bayern). Der Verein wurde 1992 gegründet und setzt sich für mehr Chancen für Zuwanderer ein. Bodo Fargeon von der Kausa-Servicestelle stellte das Spektrum des Vereins AAU dar und sprach über das duale Ausbildungssystem. Neben Beratungen, die zum richtigen Ansprechpartner führen sollen, bietet Kausa auch Begleitung und erste Orientierung auf dem Gebiet dieses dualen Ausbildungssystems an.

Der Landkreis Aichach-Friedberg kann derzeit auf 800 ehrenamtliche Helfer im Asylbereich zählen. (AN)

und Kontakte zu Helferkreisen können Interessierte bei der Freiwilligenagentur erhalten (marina.lovric@lra-aic-fdb.de)

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