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Erhebung

14.10.2015

Wie naturbelassen sind Flüsse und Bäche?

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2 Bilder
Naturferner Gewässerabschnitt an der Mindel – geradlinig, mit verbauten Ufern und ohne Strömungsvielfalt.

Das Landesamt für Umwelt kartiert im Wittelsbacher Land, wie es um die Gewässer steht

In welchem Zustand sind Flüsse und Bäche? Das will das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) untersuchen, wie das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth mitteilt. Bis Mitte März sind deshalb auch im Wittelsbacher Land Kartierer unterwegs.

Früher wurde von den Wasserwirtschaftsämtern die Sauberkeit der Flüsse und Bäche anhand der biologischen Gewässergüte untersucht. Diese stellt sich heute dank der Investitionen der Städte und Gemeinden und der Fortschritte in der Kläranlagentechnik überwiegend als gut dar, so das Wasserwirtschaftsamt.

Die Wasserrahmenrichtlinie stellt nun neue Anforderungen, nämlich, dass ein guter ökologischer Zustand aller Fließgewässer erreicht wird. Um dies erfüllen zu können, liegt der Schwerpunkt nun in der sogenannten Strukturausstattung und der Naturnähe der Flüsse und Bäche. Daher wird zurzeit eine landesweite Erhebung der Gewässerstruktur durchgeführt. Ziel ist es, eine aktuelle Inventur der Natürlichkeit beziehungsweise Strukturen der Gewässer Bayerns auf der Grundlage von 100-Meter-Abschnitten bis Mitte 2017 zu erhalten. Organisiert wird dies durch das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU), das mehrere erfahrene Büros mit zahlreichen Mitarbeitern damit beauftragt hat.

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Nachdem bereits in anderen Teilen Bayerns kartiert wurde, ist nun das Gebiet des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth an der Reihe. Wenn man also mit Tablet-PC und Fotoapparat „bewaffnete Gestalten“ entlang der Gewässer beobachten kann, sind dies mit größter Wahrscheinlichkeit Mitarbeiter der vom LfU beauftragten Fachbüros.

Immer am Fluss entlang, so heißt die Devise. In der Regel ist dafür ein Gehen auf landwirtschaftlichen Ufergrundstücken und Wegen ausreichend. Um eine lückenlose Kartierung zu bekommen, müssen Gewässer teilweise aber auch von eingefriedeten Grundstücken aus eingesehen werden. Das Wasserwirtschaftsamt bittet daher Grundeigentümer, die Kartierer, die sich durch ein Schreiben des LfU ausweisen können, auf Anfrage in den Garten zu lassen. Manchmal kommt der Kartierer aber auch unwissentlich von „hinten“ an einem Privatgrundstück an. Dafür wird um Verständnis gebeten.

Bereits vorliegende Kartierungen aus früheren Jahren, die Gemeinden zum Beispiel im Zuge von Gewässerentwicklungsplanungen in Auftrag gegeben haben, sind damit jedoch nicht überflüssig, so das Wasserwirtschaftsamt. Sie dienen vielmehr dem Beleg der Gewässerentwicklung. (AN)

Weiterführende Informationen gibt es im Internet unter www.lfu.bayern.de/wasser (Rubrik Wasserbau und Gewässerschutz) oder beim Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, Marion Widmann unter der Telefonnummer 0906/7009-216.

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