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06.11.2019

Wie viel zahlt Pöttmes für Leichenhäuser?

im Finanzausschuss

Steuert der Markt Pöttmes einen Zuschuss bei, wenn an einem kirchlichen Leichenhaus Renovierungs- oder Umbauarbeiten anfallen beziehungsweise ein Neubau erforderlich ist? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Haupt- und Finanzausschuss des Pöttmeser Marktgemeinderats am Dienstagabend.

Seit Jahren gibt es im Pöttmeser Ortsteil Gundelsdorf das Anliegen, ein neues Leichenhaus zu bauen. In der Bürgerversammlung im März hatte ein Zuhörer bemängelt, dass wiederholte Anfragen an die Gemeinde nicht ausreichend beantwortet worden seien (wir berichteten).

Bislang gibt es im Markt Pöttmes allerdings keinen Grundsatzbeschluss dazu, welchen finanziellen Anteil die Gemeinde für solche Arbeiten an kirchlichen Leichenhäusern übernimmt. Der Ausschuss kam in seiner Sitzung überein, dass ein solcher Grundsatzbeschluss das Ziel sein soll, um alle Orte gleich zu behandeln.

Wie Stefan Hummel, Geschäftsstellenleiter in Pöttmes, auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, gibt es im Markt Pöttmes insgesamt vier gemeindlich betriebene Friedhöfe und Leichenhäuser: in Pöttmes sowie in den Ortsteilen Handzell, Grimolzhausen und Schnellmannskreuth. Alle anderen Friedhöfe und Leichenhäuser im Gemeindegebiet werden von der Kirche betrieben.

Im Ausschuss herrschte Hummel zufolge Einigkeit, dass die politische Gemeinde die Kirchenverwaltungen bei Renovierungen oder Neubauten an ihren Leichenhäusern unterstützen will. Mit den Details soll sich demnächst der Pöttmeser Marktgemeinderat in einer Sitzung befassen. Offen ist derzeit noch, wie hoch der gemeindliche Anteil in solchen Fällen sein wird und welche Kosten als Ausgangssumme dienen, um den Anteil der Marktgemeinde zu berechnen.

Aus Gundelsdorf kam Hummel zufolge jedenfalls das Signal, dass die Menschen hier kräftig bei einem Neubau in einigen Jahren anpacken wollen und vieles in Eigenleistung erledigen möchten und können. Die Gemeinde Pöttmes sei bereit, dieses Engagement der Bürger finanziell zu unterstützen, so Hummel.

Die Entscheidung zur Übernahme der Kosten für den Unterhalt von Defibrillatoren, die ebenfalls auf der Tagesordnung gestanden hatte, wurde vom Haupt- und Finanzausschuss vertagt. (nsi)

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