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Aindling

05.03.2020

Wie viele Tore braucht das Aindlinger Feuerwehrhaus?

Auf dem Grundstück rechts neben dem aktuellen Aindlinger Feuerwehrhaus ist der Neubau geplant. Über dessen Tore-Anzahl wurde jetzt diskutiert.
Bild: Evelin Grauer (Archiv)

Das Feuerwehrhaus in Aindling hat nur drei Ausfahrten. Der Gemeinderat diskutiert emotional über die Tore-Anzahl für den Neubau. Der Kommandant ist zufrieden.

Wie viele Tore soll das neue Aindlinger Feuerwehrhaus bekommen? Diese Frage wurde am Dienstagabend im Aindlinger Marktgemeinderat emotional diskutiert. Die Feuerwehr platzt am östlichen Ortseingang an der Peter-Sengl-Straße aus allen Nähten. Deshalb hat die Gemeinde in einer Tauschaktion das rund 4000 Quadratmeter große freie Areal neben der Feuerwehr erworben, um hier einen Neubau realisieren zu können. Diese Lösung, das heißt Bauhof, altes und neues Feuerwehrhaus aneinander anschließend, war die Wunschlösung der Aktiven.

Jetzt geht es darum, möglichen Planern Eckdaten, etwa zum Raumbedarf, mitzugeben und dann auf Gestaltungsvorschläge zu warten. Der Marktgemeinderat hatte im vergangenen Mai in nicht-öffentlicher Sitzung beschlossen, für den Bau eine Funktionalausschreibung mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb zu wählen. Die Firma Pfaller Ingenieure aus Nürnberg leitet das Verfahren.

Die Feuerwehr hat fünf Fahrzeuge

Die Frage, wie viele Tore das neue Feuerwehrhaus bekommen soll, war für Bürgermeister Tomas Zinnecker eindeutig: sechs. Die Feuerwehr hat derzeit fünf Autos , die untergebracht werden müssen: zwei große Fahrzeuge , einen Mannschaftswagen, das First-Responder-Auto, einen Gerätewagen – und einen Anhänger. „Fünf Tore ist da zu kurz gesprungen. Das würde gerade für jetzt reichen“, so Zinnecker. So sah es auch Gemeinderat Michael Balleis , der Vorsitzender der Stotzarder Feuerwehr ist. Er hält es auch nicht für ausgeschlossen, dass in der Zukunft einmal ein Fahrzeug des Landkreises zum Katastrophenschutz in Aindling stationiert werden könnte.

Wie viele Tore braucht das Aindlinger Feuerwehrhaus?

Balleis verwies zudem auf die große Einigkeit der drei Feuerwehren im Gemeindegebiet: Aindling , Pichl-Binnenbach und Stotzard-Hausen-Gaulzhofen. Durch Synergieeffekte spare sich die Gemeinde sehr viel Geld. So soll in Aindling ein Lager für alle drei Wehren entstehen. Wie der Aindlinger Kommandant, Andreas Ehleider, auf Nachfrage berichtete, ist dort unter anderem ein Schlauchlager und ein Lager für Ölbindemittel geplant.

Das Feuerwehrhaus in Aindling muss in die Breite gehen

Das derzeitige Feuerwehrhaus verfügt nur über drei Tore. Laut Ehleider steht der Geräte- und Logistikwagen im Bauhof, der Hänger im Freien und die anderen vier Fahrzeuge drängen sich ins Haus. Da die Verkehrsinsel am Ortseingang den Neubau in der Tiefe beschränkt, muss laut Ehleider mehr in die Breite gebaut werden. Sollten in der Zukunft weitere Tore benötigt werden, könnte das Gebäude dann nochmals breiter gemacht werden. „Wir müssen so bauen, dass wir eventuell auch noch ein siebtes Tor hinkriegen“, betonte auch Bernd Aichele. Helga Holland hätte das siebte Tor am liebsten gleich fix mitgeplant – für künftige Herausforderungen, wie etwa erhöhte Waldbrandgefahren.

Bis auf Josef Gamperl stimmten letztlich alle Räte für sechs Tore. Dem Dritten Bürgermeister fehlten belastbare Argumente und Zahlen. „Was kostet uns das alles?“, wollte er wissen. Zinnecker reagierte aufgebracht: „Ich kann doch nicht von Haus aus zu klein bauen.“ Kostenschätzungen sollen die Wettbewerber liefern. Auch Ehleider will nicht schätzen. Er hofft aber auf eine Förderung von rund 350.000 Euro. Mit der Entscheidung des Gemeinderates war er sehr zufrieden.

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