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Aichach

05.04.2019

Wila: Das Schaufenster der Region ist geöffnet

Das Lieblingstier der Damen der Stadt Aichi.
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Das Lieblingstier der Damen der Stadt Aichi.
Bild: Erich Echter

Auf der Wila bieten 85 Schausteller bis Sonntagabend ihre Waren und Dienstleitungen an. Die Messe ist eine Plattform für Betriebe und Handel im Wittelsbacher Land.

Am Donnerstag feierte mit dem DPD-Paketzentrum auf dem Gewerbegebiet am Gallenbacher Berg ein Profiteur des Internethandels Richtfest. Am Freitag öffnete mit der Wila sozusagen der Gegenentwurf seine Tore. Und diese Messe ist extrem wichtig für die Zukunft des stationären Handels und der Betriebe vor Ort. Darin waren sich bei der Eröffnung alle Redner einig: Die Leistungs- und Verkaufsschau im Wittelsbacher Land, kurz Wila, ist ein Schaufenster der Region. Rund 85 Aussteller aus Handwerk, Handel und Dienstleistung präsentieren sich bis Sonntagabend auf dem Aichacher Volksfestplatz: in einem rund 2500 Quadratmeter großen Zelt und auf gut 3000 Quadratmetern Freigelände. Die Organisatoren rechnen mit etwa 20000 Besuchern an den drei Tagen – wie in den Vorjahren. In Kombination mit dem Autosonntag und den geöffneten Geschäften dürfte die Innenstadt am Sonntag wieder proppenvoll sein.

Aichacher Wila: Neuauslegung der Messe ist Erfolgsmodell

Für den Aichacher Bürgermeister Klaus Habermann ist die Messe seit der Neuausrichtung 2003 ein Erfolgsmodell, das heuer fortgeschrieben wird: „Sie ist ausverkauft und das ist gut so.“ Die Wila wurde vor 16 Jahren auf zweieinhalb Tage verkürzt, der Eintritt ist frei und die Veranstaltung findet immer Ende März/Anfang April statt. Das Konzept steht und wird jeweils angepasst. Seit 2017 wird zum Beispiel statt drei kleineren ein großes Zelt aufgestellt und beim Veranstaltungsprogramm haben die Veranstalter abgespeckt – es ist eh genug los auf dem Volksfestgelände und am Megasonntag in der Stadt. Habermann sieht Aichach gut aufgestellt. Mit der Wila wolle man die Stadt und das Wittelsbacher Land in seiner ganzen Leistungskraft und Leistungsvielfalt präsentieren.

Aichach sei ein guter Wirtschafts-Standort, betonte der Bürgermeister. Er spricht von einer „aktuell furiosen Entwicklung“ und blickt da auf das interkommunale Gewerbegebiet Acht300. Dort seien jetzt schon rund 700 neue Arbeitsplätze entstanden oder entstehen noch. Um den Wila-Erfolg ist ihm nicht Bange. Er misst ihn aber nicht an den Besucherzahlen oder am Umsatz auf der Messe. Beides sei sicher nicht unwichtig, entscheidend ist für Habermann aber in erster Linie die Zufriedenheit der Aussteller. Und da stehe die Gewinnung neuer Kunden und die Pflege von Stammkunden, die Vorstellung der Produkte und die Steigerung des Bekanntheitsgrades im Vordergrund.

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Für Landrat Klaus Metzger steht der Erfolg der Wila schon vor der Eröffnung fest. Denn allein, dass sie stattfinde und alle Flächen belegt seien, spreche schon für sich. Es sei sehr wichtig, den Betrieben und Händlern vor Ort eine Plattform zu bieten, damit sie im Wettbewerb mit den Onlineshops bestehen könnten, sagte Metzger. Für den Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko (CSU) ist die Wila in einer wirtschaftlich starken Region mit Vollbeschäftigung nicht überflüssig. Viele Dinge seien im Wandel und die Bäume würden nicht in den Himmel wachsen, so der Abgeordnete. Er erinnerte an die schlechten Nachrichten der vergangenen Monate aus großen Industriebetrieben in Augsburg und Ingolstadt, aber auch an weltweite Handelskonflikte: „Wir müssen uns anstrengen und auf unsere Region setzten.“

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Bild: Erich Echter

So ging es bei der Eröffnung der Wila zu

Veranstalter Bernd Böhme stellte die Bemühungen auf der Messe für Klimaschutz und Energieeinsparung heraus. Das ist zum einen ein Schwerpunkt der Wila, zum anderen will die Messe selbst erstmals klimaneutral sein. Durch Einsparungen und durch den monetären Ausgleich für Umweltschutzprojekte von insgesamt 95 Tonnen CO2 von Ausstellern und Besuchern an den drei Tagen – die hat ein Institut für die Wila errechnet.

Bei der Eröffnung waren am Freitag 14 von 24 Bürgermeistern aus dem Landkreis da. Die Aichacher Partnerstadt Brixlegg (Österreich) war neben dem Rathauschef gleich mit einer Delegation vertreten und hat auch einen eigenen Stand mit Tiroler Spezialitäten auf der Messe. Die Aichacher Stadtmusikanten gaben der Eröffnung den musikalischen Rahmen, bevor die Ehrengäste zum traditionellen Eröffnungsrundgang durchs Zelt aufbrachen. Vertreten sind auch die Aichacher Nachrichten. Am Stand stellen wir unsere digitalen Angebote vor und wer an der AN-Sonnenblumen-Bildaktion teilnehmen will, kann sich bei uns den Samen dazu abholen.

Lesen Sie dazu den Kommentar: Aichacher Wila: Eine Messe im Digital-Zeitalter

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