Newsticker

Länder wollen Teil-Lockdown bis kurz vor Weihnachten verlängern
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Wilde Autofahrt zweier Freunde endet an Telefonmast - und vor Gericht

Prozess

11.11.2017

Wilde Autofahrt zweier Freunde endet an Telefonmast - und vor Gericht

Zwei junge Freunde fanden sich nach einer abenteuerlichen Autofahrt vor dem Amtsgericht in Aichach wieder.
Bild: Symbolfoto: Christian Kirstges

Zwei Freunde aus dem Landkreis Aichach-Friedberg erlebten ihr persönliches Roadmovie. Allerdings ohne Happy End. Das Schlusskapitel spielte sich vor Gericht ab.

Fast denkt man an ein Roadmovie. An einen Film, in dem die Hauptfiguren allerlei wirres Zeug erleben, während sie mit ihrem Auto unterwegs sind. Was zwei Freunde aus dem Landkreis Aichach-Friedberg im vergangenen März angestellt haben, ist aber wirklich so geschehen. Es kam sogar vors Amtsgericht.

Dort erhielt der Ältere der beiden, ein 17-Jähriger, nun eine Strafe: wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahren ohne Pflichtversicherungsschutz, Störung von Telekommunikationsanlagen, fahrlässiger Körperverletzung und dem unerlaubten Entfernen vom Unfallort. Jugendrichterin Eva-Maria Grosse verurteilte ihn zu einer Geldauflage von 350 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot – auch fürs Mofa. Außerdem muss er 46 Stunden Hilfsdienste leisten, wie Gerichtssprecherin Daniela Lichti-Rödl mitteilt.

Alles fing damit an, dass die Freunde, ein 17- und ein 16-Jähriger, im März ein gebrauchtes Auto in Pöttmes kauften. Sie bekamen ein Überführungskennzeichen und fuhren mit dem Wagen nach Hause. Am Steuer saß Lichti-Rödl zufolge der 17-Jährige – der aber gar keinen Führerschein besaß.

Am darauffolgenden Abend sollte der Spaß weitergehen. Wieder setzte sich der 17-Jährige ans Steuer. Wieder ohne Fahrerlaubnis. Und diesmal auch ohne eine Haftpflichtversicherung für das Auto. Denn das vorläufige Kennzeichen war inzwischen zurückgegeben worden und der vorläufige Versicherungsschutz damit erloschen. Der 17-Jährige nahm seinen Freund mit und auch einen dritten. Er fuhr zu schnell, kam in einer Kurve von der Straße ab. Das Auto prallte gegen einen Telefonmasten, überschlug sich und landete im Feld. Die Bilanz: Ein Telefonkabel war abgerissen und der Dritte im Bunde leicht verletzt.

Dennoch war das Auto anscheinend noch einsatzbereit, denn weiter ging die Fahrt. Aber nicht mehr für lange. Zwischen Oberbernbach und Inchenhofen blieb der Wagen schließlich liegen, sagt Daniela Lichti-Rödl. Und die drei Freunde machten sich aus dem Staub. Sie gingen nach Hause. Vor Gericht hat der 17-Jährige Lichti-Rödl zufolge jetzt alles eingeräumt. Und sich entschuldigt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren