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Bürgerwerkstatt II

30.04.2015

„Wir wollen nicht in Schönheit sterben“

Hier der Bereich vor dem Café Gulden an der Einmündung der Münchener Straße von der Augsburger Straße aus betrachtet.

Geschäftsleute sehen sich in der Existenz bedroht, wenn Parkplätze wegfallen

Eine ganze Reihe von Anwohnern und Geschäftsinhabern aus der Oberen Vorstadt meldete sich zu Wort:

Sie sollen auf keinen Fall weniger, sondern eher mehr werden, war der Tenor der Versammlung. Der Entwurf sieht laut Planerin „minimal weniger“ vor. Der Parkplatz zwischen Elektro Fuchshuber, Schuhhaus Winkler und Farben Hoberg wird von den Geschäften gebraucht und sei von diesen auch bezahlt worden, so Josef Fuchshuber. „Da kommen morgens Lastwagen!“, betonte er. Eine kleine Grünfläche, wie sie sich die Planer dort vorstellten, lehnte er ab. Brigitte Weber vom Schuhhaus Winkler ergänzte: „Die Kunden wollen heute in den Laden reinfahren.“ Die Parkplätze seien unverzichtbar. „Wir wollen nicht in Schönheit sterben!“

Auch Karl Gulden missfiel, dass der Planentwurf vor seiner Bäckerei und Konditorei statt Parkplätzen einen kleinen Platz für Freiluftgastronomie enthält. „Wenn da drei Tonnen Mehl kommen, wo stehen die dann?“, fragte er mit Blick auf die Lieferanten. Planerin Ursula Hochrein meinte, die Multifunktionsfläche vor dem Café könne auch für kurzzeitiges Halten genutzt werden. Sie will sich aber noch mit dem Straßenbauamt abstimmen.

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Klaus Englert, dem ein Gebäude in der Werlberger Straße gehört, fand es grundsätzlich „toll, wenn man in dieser tristen Vorstadt etwas macht“. Aber auch er pochte auf „vernünftige“ Stellplätze: schräg statt längs. André Westenberger von „Der Jungbrunnen“ regte zudem längere Parkzeiten an.

Für sie gab es die Überlegung, eine Einbahnstraße auszuweisen. Apotheker Axel Politynski lobte die gelungene Neugestaltung der Straße und stellte fest: „Es funktioniert.“ Für ihn wäre es „eine Dummheit“, die Sudetenstraße zur Einbahnstraße zu machen.

6,50 Meter Breite sind zu wenig, fand unter anderem Fritz Beintner. Die Straße sei Umleitungsstrecke für die B300 und werde von drei Meter breiten Sonderfahrzeugen benutzt. Zahnarzt Julius Wirnharter und Lotte Marquart berichteten von Verkehrschaos in der Augsburger Straße durch die Post und Warenanlieferungen.

Für Fußgänger ist es gefährlich, bei der Metzgerei Miller die Münchener und Augsburger Straße zu überqueren. Anwohner Josef Dußmann forderte deshalb eine Querungshilfe. Iris Schnödewind stellte zur Diskussion, ob nicht ein Kreisverkehr dort die sicherere Lösung wäre. Dass viele Radfahrer den Gehweg benutzen, fand unter anderem Anwohner Josef Jakob gefährlich. Als „zahlender Anlieger“ legte auch Richard Michl Wert auf genaue Bauzeiten, eine genaue Kostenrechnung vorher und Sicherheit. „Dafür kann man auch ein paar Parkplätze opfern.“

Nach der Bauzeit fragte Bernd Heydel. Da könne es für manche eng werden, fürchtete er. Auch Lotte Marquart machte das Sorgen. Illgner sagte zu, man werde sinnvolle Abschnitte bilden und mit den Anliegern abstimmen. (bac)

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