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Wertstoffe

27.02.2015

Wird der Kreis ein Altkleider-Sammler?

Derzeit ist mit abgetragener Kleidung kaum Geld zu verdienen. Dennoch ist es Thema

Der Altkleidermarkt ist ähnlich schwankend wie der für Altpapier. Derzeit ist der Preis für abgetragene Kleidung im Sinkflug. Es lässt sich nur wenig Geld mit der Sammlung verdienen. Unter anderem auch deshalb, weil auf dem ganzen Erdball die Zahl der Konflikte und Krisen zunimmt. Der Landkreis hat Altkleider noch nie selbst gesammelt. Andere Kreise sind in das Geschäft eingestiegen. In der Bürgermeisterdienstversammlung war das Thema und jetzt auch in der Sitzung des Umweltausschusses des Kreistags – ohne dass eine Entscheidung getroffen wurde.

Zunächst sollen die Kreisräte eine Vereinbarung des Landkreises mit der Aktion Hoffnung aus dem Jahr 1990 zu lesen bekommen. Nur die Container dieser gemeinnützigen Entwicklungshilfe-Organisation der Diözese Augsburg stehen bislang auf den 28 Wertstoffsammelstellen des Landkreises. Ob in Zukunft auch andere Hilfsorganisationen dort sammeln dürfen oder der Kreis selbst mitmischt, soll in der nächsten Sitzung entschieden werden. Auch gewinnorientierte Unternehmen stellen ihre Container auf kommunale oder private Grundstücke. Das sorgt in den Gemeinden immer wieder für Ärger, berichtete der Meringer Bürgermeister Hans-Dieter Kandler in der Sitzung.

Der Landkreis setzt das Breitbandherbizid Glyphosat nicht ein. Das teilte Landrat Klaus Metzger in der Umweltausschusssitzung mit. Er beantwortete damit eine frühere Anfrage von Kreisrätin Eva Ziegler (Unabhängige). Spritzmittel mit diesem Wirkstoff sind sehr umstritten. Sie werden in Gärten, auf Kieswegen, am Straßenrand, im Hof, auf Wiesen, vor allem aber auf dem Acker verwendet. Der bekannteste Handelsname ist „Round Up“ des Chemie- und Saatgutkonzerns Monsanto. Die Mittel galten früher als unbedenklich, inzwischen wurden Studien veröffentlicht, die diese Herbizide als „toxisch“ und gefährlich für Mensch und Tier einstufen. Bund Naturschutz und andere Umweltverbände fordern, dass Glyphosate nicht mehr zugelassen werden dürfen. Der Kreisbauhof setze kein „Round Up“ an Straßenrändern ein, so der Landrat. Auch auf Kreisgrundstücken (beispielsweise Schulhöfen) werde es nicht verwendet. Früher sei es am Landratsamtgelände eingesetzt worden, mittlerweile aber nicht mehr, teilte Metzger mit.

In Affing läuft aktuell ein Bürgerbegehren für eine größere und teurere Ballsporthalle (44 mal 22 Meter) statt der beschlossenen normalen Zweifachhalle (27 mal 30 Meter) an der Realschule im Ortsteil Bergen (wir berichteten). Der Bauausschuss des Kreistags will die Planung aber zunächst fortführen. Bauabteilungsleiterin Sonja Nemetz informierte das Gremium am Mittwoch über den Sachstand. Ob es überhaupt zu einem Bürgerentscheid kommen kann, wird im Landratsamt derzeit geprüft. Der Kreis ist Bauträger der Halle und teilt sich mit der Kommune die Baukosten. Die Verträge dazu sind unterschrieben. Der Auftrag für den Vorentwurf der Zweifachhalle ist bereits vergeben worden. Eine Aufschnürung des Pakets ist möglich, würde aber eine Zeitverzögerung und auch Mehrkosten verursachen. Die müsste voraussichtlich die Kommune Affing übernehmen. In der Bauausschusssitzung wurde auch eine Reihe von Gewerken für den derzeit laufenden dreizügigen Ausbau der Realschule vergeben. Die Aufträge für Heizung-, Sanitär- und Elektroinstallation, Erdbauarbeiten und Raumluft-Anlagen haben einen Gesamtwert von rund einer Million Euro.

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