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Gemeinderat

07.07.2016

Wo genau soll der Radweg nach Weichenberg verlaufen?

Ein Dutzend Radfahrer traten von Hausen nach Aindling in die Pedale.
Bild: Johann Eibl

Aindlinger einigen sich. Bauausschuss wird nun Streckenführung ausarbeiten. Danach sind Grundstücksverhandlungen vorgesehen

Von Johann Eibl

Bei den Bürgerversammlungen im Ortsteil Stotzard kommt das Thema regelmäßig zur Sprache: Das Netz der Geh- und Radwege in der Marktgemeinde Aindling sollte im Osten bis nach Weichenberg ausgebaut werden. Nun kommt Bewegung in die Angelegenheit. Alle politischen Gruppierungen in dieser Kommune und nicht zuletzt auch Bürgermeister Tomas Zinnecker stehen den Wünschen aufgeschlossen gegenüber. Das kam gerade auch in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstag zum Ausdruck.

Die Debatte war ebenso lang wie sachbetont, am Ende kam es zu einem einstimmigen Beschluss, wobei Walter Pasker und Hans Schenk entschuldigt fehlten. Jetzt soll erst einmal der Bauausschuss einen Vorschlag machen, wie die Streckenführung aussehen könnte. Danach sind zeitnah Gespräche mit den Grundstücksbesitzern vorgesehen. Gibt es von dieser Seite Grünes Licht, wird ein Planer eingeschaltet. Isidor Held, der eine Fertigstellung des Wegs bis zum Jahr 2020 nicht garantieren mochte, stellte in Frage, ob man einen Planer tatsächlich braucht. Und Gertrud Hitzler, die Zweite Bürgermeisterin, legt großen Wert darauf, dass – möglicherweise in einer Klausur – eine Prioritätenliste festgelegt wird, der zufolge die verschiedenen Projekte in der Gemeinde abgewickelt werden.

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Nach wie vor offen ist die Frage, ob der Weg von Aindling nach Weichenberg über Stotzard und gleich neben der bestehenden Straße verlaufen wird. Ungeklärt ist auch, ob man Feldwege entsprechend aufrüsten wird. Benjamin Schröter von der Wähler- und Aktionsgemeinschaft Perspektive Aindling hatte in der Sitzung als erster das Wort, er durfte die Vorstellungen der Bürger im Osten der Kommune erläutern. Zuvor hatte Schröter eine Gruppe mit einem Dutzend Radlern angeführt. Sie war von Hausen zum Rathaus gefahren, um auf diese Weise auf die Bedeutung des Radwegeausbaus hinzuweisen. Am Dienstagabend waren keine Zahlen über mögliche Kosten zu hören, es war aber wiederholt davon die Rede, dass man sich um Fördermittel bemühen sollte.

Am Kirchturm in Aindling muss ein Schaden behoben werden. Es handelt sich um einen Riss, der nur einen Zentimeter breit ist und bislang nicht erkannt wurde. Laut Bürgermeister Tomas Zinnecker solle man keineswegs von einem „Pfusch von der Firma“ sprechen. 2008 hatte der Marktgemeinderat von Aindling beschlossen, dass man für solche Maßnahmen einen Zuschuss von 50 Prozent gewähre. Darauf verständigte sich die Runde auch gegen die Stimme von Josef Settele.

Die Vergabe von Straßennamen führt bisweilen durchaus zu konträren Debatten. Das zeigte sich am Dienstagabend in der Sitzung. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, neue Vorschläge zu unterbreiten, wie künftig die Straße „Am Erlberg“ heißen soll. Der Bürgermeister will auf diese Weise verhindern, dass Rettungsdienste bei ihren Einsätzen Schwierigkeiten bei der Orientierung bekommen. Daneben ging es darum, den Straßen im Baugebiet im Norden von Aindling passende Namen zu geben. Im östlichen Bereich wird man vom „Nußbaumweg“ sprechen, im Westen von der Straße „Am Bußberg“. Damit folgte die Runde mehrheitlich der Geschichte in diesem Bereich. Dass es auch im Nachbarort Todtenweis einen „Nußbaumweg“ gibt, betrachteten nur vier Mitglieder des Gemeinderats von Aindling als Anlass für eine erneute Abstimmung.

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