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02.08.2018

Wohin soll das neue Kinderhaus? Settele fordert: In einen Ortsteil

Ärger um den Standort der geplanten Kita in Aindling: Das Gemeinderatsmitglied greift Bürgermeister Tomas Zinnecker an. Der kontert

Eine neue Kindertagesstätte soll gebaut werden – mit Platz für zwei Kindergarten-, eine Krippengruppe und eine gemischte Gruppe für größere und kleinere Kinder. Dieser Beschluss des Aindlinger Marktgemeinderats aus der vergangenen Woche dürfte viele Eltern freuen. Was den geplanten Standort des neuen Kinderhauses angeht, so meldet sich nun aber Gemeinderatsmitglied Josef Settele (Parteilose Wähler) verärgert zu Wort. Wie Bürgermeister Tomas Zinnecker im Zeitungsbericht zur nicht öffentlichen Sitzung zitiert wurde, stehe bislang nur fest, dass die Kindertagesstätte im Kernort gebaut werde. „Das ist so nicht beschlossen worden, eine Entscheidung über den Standort ist bisher nicht gefallen“, sagte Settele im Gespräch mit unserer Zeitung. Er selbst schlägt vor, dass das Kinderhaus in einem der Ortsteile gebaut wird. Denkbar wäre in seinen Augen etwa der südliche Bereich mit Stotzard, Gaulzhofen oder Hausen oder Edenhausen und Pichl im Norden. An einer Elternbefragung im Jahr 2017 zum Bedarf an Betreuungsplätzen hätten auch Familien aus den Ortsteilen teilgenommen – und dass diese alle nach Aindling pendeln, sei weder ökonomisch noch ökologisch, so Settele. „Aindling ist sowieso schon verkehrsmäßig überlastet.“

Bürgermeister Zinnecker hält dagegen, dass es zwar noch keinen Baubeschluss für Aindling gebe: „Nach der Stimmung im Gemeinderat läuft es aber mit Sicherheit auf den Kernort hinaus.“ Zinnecker weiter: „Wir haben sogar einen Beschluss gefasst, dass ich bezüglich eines Grundstückes im Markt Aindling in Verhandlungen treten soll.“ Nach Protokoll sei dieser Beschluss einstimmig gefasst worden (13:0), so Zinnecker, „also mit Herrn Settele“. Settele habe zwar in besagter Sitzung einen Standort im Raum Stotzard vorgeschlagen – doch selbst die Kollegen aus dem Bereich Gaulzhofen, Stotzard und Hausen seien ihm bei seinem Begehren nicht gefolgt. Alleine könnten die Kinder aus diesem Raum einen Kindergarten nicht füllen, fügt der Bürgermeister hinzu, „sodass ein Pendeln der Aindlinger Kinder in diesen Raum erfolgen müsste“. Settele will nun die Eltern in die Entscheidungsfindung miteinbeziehen, wie er sagt: Für die kommenden Tage schon plane er eine Versammlung zu diesem Thema in den Ortsteilen. (uj)

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